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Bilanz Landesgartenschau in Landau "Wunderbar, Attraktion, Impulsgeber, Motor"

Die Landesgartenschau in Landau war ein voller Erfolg. So lautet das Fazit von Stadt und Land. Beide rechnen künftig mit Investitionen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro.

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1:54 min | Mo, 14.12.2015 | 18:00 Uhr | SWR Fernsehen RP

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Bilanz der Landesgartenschau

Alle sind zufrieden

Vor zwei Monaten ist die Landesgartenschau in Landau zu Ende gegangen. Am Montag wurde Bilanz gezogen - und die fiel anders aus, als man anfangs hätte erwarten können.

Die Pressemitteilung des Umweltministeriums liest sich beinahe überschwänglich. Die Landesgartenschau sei eine wunderbare Ausstellung, "eine Attraktion und ein Impulsgeber für die gesamte Region und ein Motor für die Entwicklung Landaus", zogen Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne), Landaus Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer (SPD) und der Geschäftsführer der Landesgartenschau, Matthias Schmauder Bilanz.

Die vorgelegten Zahlen weisen zwar einen Verlust von 4,5 Millionen Euro für die Stadt aus, dafür erzielten Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie und Tourismus ein Einnahmeplus von etwa 26 Millionen Euro. Die Gäste- und Übernachtungszahlen seien um durchschnittlich sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. "Der nachhaltige positive Effekt für die finanzielle, wirtschaftliche und strukturelle Stadtentwicklung hebt die eingesetzten städtischen Mittel jedoch vielfach auf", sagte OB Schlimmer.

Investitionen von mehreren hundert Millionen Euro?

Mehr als 800.000 Menschen besuchten die Landesgartenschau. Das waren rund 30 Prozent mehr als erwartet. Ursprünglich sollte die halbjährige Veranstaltung bereits 2014 stattfinden, musste wegen zahlreicher Bombenfunde auf dem Gelände aber um ein Jahr verschoben werden.

Stadt und Land schätzen die privaten und öffentlichen Folgeinvestitionen in den nächsten Jahren auf 400 Millionen Euro. Bei eingesetzten 35 Millionen Euro an Fördermitteln, "ergebe das eine Hebelwirkung von mehr als dem Zehnfachen", hieß es weiter. Zudem gehöre Landau zu den wenigen wachsenden Regionen und zähle neben Mainz, Trier und Worms zu den sogenannten "Schwarmstädten".

"Der Einsatz hat sich also mehr als gelohnt. Die Bürger und Bürgerinnen Landaus werden noch weit in die Zukunft hinein von der Landesgartenschau profitieren", so Höfken. Die nächste Landesgartenschau soll im Jahr 2022 stattfinden. Zahlreiche Städte und Gemeinden wollen sich bewerben. Dazu gehören Bad Neuenahr-Ahrweiler, Bitburg, Betzdorf, Kirchen, Wissen, Neuwied und Trier. Das Kabinett wird seine Entscheidung über den Zuschlag Ende Juni 2016 treffen.

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