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Ausstellung in Remagen Dada - die Revolution der Künstler

In diesem Jahr feiert die revolutionäre Kunstbewegung "Dada" ihr hundertjähriges Jubiläum. Das Arp Museum in Remagen zeigt dazu ab Sonntag die Ausstellung "Genese Dada".

Dada-Haarwasser ist in der Ausstellung "Genese Dada. 100 Jahre Dada Zürich" in Remagen zu sehen

Auch "Dada"-Haarwasser ist in der Ausstellung zu sehen

In der Schau "Genese Dada. 100 Jahre Dada Zürich" geht es um die Ursprünge der Kunstform. Bis zum 10. Juli sind etwa 40 Werke der internationalen Avantgarde, Original-Dokumente sowie zahlreiche Reproduktionen unter anderem von Dada-Masken zu sehen.

Schau schlägt Bogen zur Gegenwart

"Den Dadaisten verdanken wir bis heute revolutionäre Neuerungen künstlerischer Ausdrucksmittel", erklärte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) bei der Eröffnung der Schau am Sonntag. Sie würdigte die Verbindung zur Gegenwart durch die parallel laufende Ausstellung "Seepferdchen und Flugfische": Sie zeigt Werke von Stipendiatinnen und Stipendiaten des Künstlerhauses Balmoral und des Landes Rheinland-Pfalz, die sich mit dem Dadaismus auseinandersetzen.

"Dada-Schleuse" erwartet Besucher

Dada-Plakate sind am 11.02.2016 in Remagen (Rheinland-Pfalz) in der Ausstellung "Genese Dada.

Was ist wohl mit dem "Dada-Phone" gemeint?

Im Zentrum von "Genese Dada" stehen zwei Kuben, in denen die beiden Zürcher Dada-Geburtsstätten - das legendäre Cabaret Voltaire und die Galerie Dada - nachempfunden werden. Die Kuratoren Adrian Notz, Direktor des heutigen Cabaret Voltaire, und Astrid von Asten führten dafür Gemälde und grafische Arbeiten unter anderem von August Macke, Pablo Picasso, Paul Klee, Heinrich Campendonk und Giorgio de Chirico wieder zusammen, die einst in den Räumen präsentiert wurden. In einer "Dada-Schleuse" werden Besucher mit einer Klang- und Bildcollage auf die Schau vorbereitet.

Der Dadaismus gilt als eine der prägenden Kunstbewegungen des 20. Jahrhunderts. Begründet wurde er von Künstlern aus ganz Europa, die sich 1916 inmitten der Wirren des Ersten Weltkriegs in der neutralen Schweiz zusammenfanden. Keimzelle der Bewegung war die Künstlerkneipe "Cabaret Voltaire" in Zürich. Der Dadaismus wandte sich unter dem Eindruck des Weltkriegs gegen traditionelle Kunstformen und gesellschaftliche Normen. Die Mitglieder der Bewegung ersetzten traditionelle künstlerische Verfahren durch meist zufallsgesteuerte Aktionen.

Das Arp-Museum mit seinem historischen Bahnhofsgebäude und einem modernen Neubau hoch über dem Rhein beherbergt mehr als 400 Werke des Künstlerpaares Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 11.00 bis 18.00 Uhr

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