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Präsidentschaftswahlen in Frankreich Sarkozy wagt die Flucht nach vorn

Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy hat angekündigt, für die Konservativen in die Präsidentschaftswahl ziehen zu wollen. Doch sein ärgster Widersacher innerhalb der Partei liegt in der Gunst der Bevölkerung vorn.

Frankreichs früherer Staatspräsident Nicolas Sarkozy

Frankreichs früherer Staatspräsident Nicolas Sarkozy

Die Frage war eigentlich nicht, ob er antritt, sondern eher wann Ex-Präsident Nicolas Sarkozy sich öffentlich dazu bekennen würde, dass er noch einmal ins Rennen um die französische Präsidentschaft gehen will. Diese Frage wurde am Montag beantwortet.

Frankreichs Ex-Präsident erklärt seine Kandidatur in einem eigens dafür geschriebenen Buch: "Tout pour la France - Alles für Frankreich" heißt es. Erscheinen wird es erst am kommenden Mittwoch. Aber ein Foto der entscheidenden Seite, auf der der französische Präsident der Jahre 2007 bis 2012 seine Kandidatur bekannt gibt, wurde bereits am Montag über Twitter verbreitet. Kurz darauf folgte, ebenfalls über Twitter, die Bestätigung Sarkozys: Ja, er trete an.

Juppé ist beliebter

Ob der Vorsitzende der konservativen Republikaner allerdings tatsächlich im Frühjahr bei der Präsidentenwahl antritt, ist durch diese Ankündigung noch keineswegs gewiss. Denn erst einmal muss er sich in einer Vorwahl seiner Partei im November als Kandidat durchsetzen.

Sarkozys ärgster Widersacher, Alain Juppé, derzeit Bürgermeister von Bordeaux, liegt in Umfragen in der Bevölkerung vorn. Außerdem hatte Sarkozy in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder mit juristischen Affären zu kämpfen. Mit seiner Kandidatur für die Vorwahlen um die Präsidentschaft wagt er nun also auch eine Flucht nach vorn.

Von SWR-Korrespondent Marcel Wagner (Paris) | Online: Christine Veenstra

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