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Von Kuli bis Kondom Parteien lassen sich Wahlkampf etwas kosten

Kulis, Feuerzeuge, Brillenputztücher, sogar Kondome: Der Phantasie der Parteien bei Werbegeschenken im Wahlkampfendspurt ist kaum eine Grenze gesetzt. Und die drei Landtagsparteien haben ihr Budget dafür kräftig aufgestockt.

Nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur lässt sich die SPD in Rheinland-Pfalz ihren Wahlkampf 1,7 bis 1,9 Millionen Euro kosten - das ist fast doppelt so viel wie vor fünf Jahren. Damals war von gut einer Million Euro die Rede. Das Geld stammt zum größten Teil aus Mitgliedsbeiträgen. Damit werden auch die Werbematerialien der Ortsvereine bezahlt.

Die Kandidaten wollen die Wähler auch mit eigenen Präsenten locken, etwa selbstgekochter Marmelade. Und der Kampf um Stimmen endet auch nicht an der Haustür - die SPD-Wahlkämpfer klingeln auch.

Der grüne Koalitionspartner bestreitet den Wahlkampf mit einem bescheideneren Budget - hat aber im Vergleich zu 2011 auch aufgestockt. Rund 370.000 Euro geben die Grünen für ihre Kampagne aus, fast 150.000 Euro mehr als bei der letzten Landtagswahl. Das Geld stammt aus Rücklagen, die unter anderem aus Spenden gebildet wurden. Neben den üblichen Werbeutensilien wird unter anderem eine Karte des grünen Prestigeprojekts Nationalpark Hunsrück-Hochwald verteilt.

Auch CDU stockt kräftig auf

Der Landesverband von CDU-Herausforderin Julia Klöckner gibt für die Werbung um Stimmen 1,2 Millionen Euro aus, das sind 200.000 mehr als 2011. Das Geld stammt aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Hinzu kommen zusätzliche Personalkosten sowie die Ausgaben der CDU-Kreis- und Ortsverbände. Die beschaffen und verteilen auch die "breite Vielfalt an Produkten", die die CDU für die Wahlwerbung einsetzt.

Die FDP nennt keine konkrete Zahl, was ihren Wahlkampfetat betrifft. Die Liberalen, die seit 2011 nicht mehr im Landtag sitzen, gehen nach eigenen Angaben "an die Grenzen des für uns finanziell Leistbaren." Ein Teil des Geldes kommt diesmal von der Bundespartei, der Rest stammt aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und staatlichen Zuschüssen.

Die Linke hat für den Wahlkampf 360.000 Euro veranschlagt, das sind 80.000 Euro weniger als vor fünf Jahren ausgegeben wurden. Das Geld stammt aus dem Wahlkampftopf der Bundespartei. Zum Werbematerial zählen neben Kulis, Feuerzeugen und Eiskratzern auch Kondome.

Die Alternative für Deutschland hat sich an der Umfrage nicht beteiligt.

Die Wahl in Rheinland-Pfalz