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ARCHIV - Ein Windrad steht 16.04.2012 bei Herbolzheim (Baden-Württemberg) neben einem Strommasten.

Der Themen-Check Wahlkampfthema Energie

Die Energiepolitik hat unmittelbar Einfluss auf unser tägliches Leben. Wir alle brauchen Strom, ob zum arbeiten oder Kaffee kochen. Deshalb muss er immer verfügbar, aber auch bezahlbar sein. Doch woher soll unser Strom kommen? Wie soll er produziert werden? Die Positionen der Parteien im Praxis-Check.

Deutschland zählt nach dem pro-Kopf-Energieverbrauch weltweit zu den größten Energieverbrauchern. Die drei Ziele der Energiepolitik sind: Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Die Energiewende gibt es seit dem Jahr 2000. Das deutsche Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG) regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz und garantiert den Erzeugern feste Vergütungen für die Einspeisung. Damit wurde der Ausbau der erneuerbaren Energien gezielt gefördert. Das Gesetz wurde mehrfach novelliert, da besonders die Vergütung für die Einspeisung der Solarenergie zu hoch angesetzt war.

Die letzte Novellierung 2014 bezieht sich auf den Ausbau von Speicherkapazitäten. Der Reaktorunfall im japanischen Fukushima, drei Wochen vor der letzten Landtagswahl 2011 in Baden-Württemberg, gab den Anstoß für den Atomausstieg - eine Entscheidung, die auch auf Bundesebene getroffen wurde. Bei der Energiepolitik sind die Verflechtungen zwischen Bund und Land eng und vielfältig. Oft lässt das Bundesgesetz Lücken, die dann durch Landesbestimmungen ausgefüllt werden. Das Land kann sich bei den Themen Energieeffizienz, die Energieersparnis und beim Erneuerbare Energien Gesetz einbringen und auch über den Bundesrat Einfluss nehmen.

ParteiPosition
- Nein zu Atomstrom und Kohle
- Erneuerbare Energien gezielt ausbauen (2050: 80 Prozent)
- Energie bezahlbar halten
- Nein zur Kernenergie
- Erneuerbare Energien gezielt ausbauen (2050: 80 Prozent)
- Energie bezahlbar halten
- Energiemix aus regenerativer und konventioneller Energie
- weniger Förderung
- Energie bezahlbar halten
- Energiewende ja, aber nicht um jeden Preis
- mehr Wettbewerb
- weniger Förderung erneuerbare Energien
- lehnt überstürzte Energiewende ab
- Jetzigen Energiemix (zehn Jahre Moratorium) einfrieren
- Kerntechnikkompetenz erhalten
- Erneuerbare Energien gezielt ausbauen
- 2040: 100 Prozent erneuerbare Energien
- Energie bezahlbar halten

Die Positionen der Spitzenkandidaten zum Thema:

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Die Wahl in Baden-Württemberg