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Weniger Stellen in Baden-Württemberg Coca-Cola will Standorte dicht machen

Offenbar ist die Getränke-Logistik nicht genügend ausgelastet. Daher will Coca-Cola in Baden-Württemberg den Rotstift ansetzen. Zahlreiche Stellen könnten betroffen sein.

 FILE - An employee is pictured next to the production line in the bottling plant of the Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG

Symbolbild

Der Coca-Cola-Konzern gab am Dienstag bekannt, dass die Logistik-Standorte in Riegel (Kreis Emmendingen) mit 23 Arbeitsplätzen und Gomaringen (Kreis Tübingen) mit 32 Stellen Ende Juli geschlossen werden sollen.

Beiden Standorten sind noch 112 Außendienstler zugeordnet - diese seien von den Kürzungen aber nicht betroffen. Künftig sollen sie anderen Orten zugeordnet werden. Im Weiteren will Coca-Cola auch den Logistikteil der Karlsruher Anlage schließen - was wohl etwa 50 Jobs kosten könnte.

Drei Standorte nicht betroffen

Nach eigenen Angaben hat Coca-Cola in Baden-Württemberg etwa 1.300 Mitarbeiter. Die Standorte Deizisau (Kreis Esslingen), Mannheim und Urbach (Rems-Murr-Kreis) seien von dem Stellenabbau nicht betroffen. Der Konzern begründete den Schritt damit, das Produktionsnetzwerk straffen zu wollen. So wolle man auf geänderte Bedingungen am Markt für Erfrischungsgetränke reagieren.

Coca-Cola: Mitarbeiter weiter halten

Da Supermarktketten ihre Verkaufsstellen mehr und mehr selbst belieferten, seien die Coca-Cola-Logistikzentren nicht mehr zu 100 Prozent ausgelastet. Das sagte eine Sprecherin. Durch die sinkende Auslastung seien die Standorte "nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben". Man bemühe sich, die betroffenen Mitarbeiter auf Stellen in anderen Konzernbereichen zu vermitteln. Zusätzliche Stellen hierfür soll es aber nicht geben.

Der Landeschef der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Uwe Hildebrandt, reagierte mit Unverständnis. Die Umstrukturierung sei einzig und allein ausgerichtet auf eine hohe Rendite und Wertsteigerung, kritisierte er. Die Gewerkschaft will sich für sozial verträgliche Lösungen für die Betroffenen einsetzen.

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