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Vor der Landtagswahl in BW Kirchen warnen vor radikalen Parteien

Bischöfe der beiden großen Kirchen in Deutschland haben vor den Landtagswahlen dazu aufgerufen, keine radikalen Parteien zu wählen. Der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst warnte davor, diesen Kräften noch mehr Gewicht zu geben.

Mit Blick auf die Flüchtlingspolitik sagte der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart im SWR: "Ich bitte Alle, die verantwortungsvoll sind, auch bei den Wahlen sich so zu verhalten, dass wir keine Radikalisierung bekommen. Denn wir brauchen eine Aufnahmekultur in unserer Gesellschaft. Wenn wir das nicht hinbringen, dann wird unsere Gesellschaft darunter schwer leiden. Einfache Lösungen, dass man da einfach Mauern hochzieht und dann sei alles in Ordnung, die gibt es nicht."

Es gebe Äußerungen der AfD, die verabscheuungswürdig seien. "Wenn ich daran denke, dass man da mit Schusswaffengebrauch Überlegungen anstellt, dann sieht man den Horizont, in dem manche Menschen denken. Da müssen wir uns klar distanzieren", so Fürst. "Wir müssen auch mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen angehen. Das heißt, aufklären und als Kirche sagen, welches Menschenbild uns leitet in unserer Flüchtlingsarbeit."

Dröge und Marx kritisieren AfD

Ähnlich äußerte sich der evangelische Landesbischof in Berlin, Markus Dröge. Er sagte dem Sender RBB, einige Aussagen führender AfD-Vertreter seien mit den Grundsätzen christlichen Glaubens nicht vereinbar.

Auch der Münchner Erzbischof und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx, sagte: "Überlegungen, an den Grenzen auf wehrlose Flüchtlinge zu schießen, sind inakzeptabel und menschenfeindlich." Der Kardinal nannte das Ausmaß der Fremdenfeindlichkeit in Deutschland erschreckend. Es habe hierzulande immer ein "gewisses Potenzial an Rechtsextremismus und auch Rassismus" gegeben; diese Ideologie habe sich "offenbar weiter verfestigt".

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