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Fasnetsunfall in Binsdorf Unerlaubt auf den Wagen geklettert

Der Umzugswagen, von dem eine junge Frau gefallen und tödlich verunglückt ist, war wohl vom TÜV abgenommen. Noch immer ist unklar, wie es zu dem Unfall am Sonntag kommen konnte.

Der Fasnetswagen "Black Pearl"

Der Umzugs- und Unglückswagen der Hainburgpiraten aus Grosselfingen

Spezialisten untersuchen den Umzugswagen und versuchen herauszufinden, warum ein Stück der Verkleidung an dem Anhänger abgebrochen ist. Dadurch war die Frau auf die Straße gefallen und überrollt worden. Der Wagenaufbau, so die Narrengruppe "Hainburgpiraten" aus Grosselfingen, sei vom TÜV abgenommen worden.

Unglück geschah nach dem Umzug

Der Ablauf des Geschehens ist indes unstrittig. Der Umzug war vorbei, die Narren feierten noch in der Binsdorfer Festhalle. Gegen 16 Uhr fuhr der Wagen los - auf dem Anhänger einige Mitglieder der Hainburgpiraten. SWR-Recherchen ergaben, dass dann auch noch Mitglieder einer Kapelle auf den Wagen kletterten, darunter das spätere Unfallopfer. Die Hainburgpiraten wollten das wohl verhindern, aber ohne Erfolg. Eigentlich hätte bei dieser Fahrt gar niemand auf dem Hänger mitfahren dürfen, so die Polizei. Deshalb ermittelt die Staatsanwaltschaft Hechingen (Zollernalbkreis) wegen fahrlässiger Tötung.

Binsdorf sagt Fasnet ab

Aufgrund des tödlichen Unfalls hat die Narrenzunft Binsdorf alle weiteren Veranstaltungen abgesagt - "aus Respekt für die Hinterbliebenen", so der Verein.

Der Wagen - Traktor und Anhänger - ist dem Piratenschiff Black Pearl aus dem Film "Fluch der Karibik" nachempfunden. Damit nimmt die Gruppe schon seit einigen Jahren an Umzügen teil.

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