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Von Laupheim nach Seefeld Pistenbully-Irrfahrt war ein PR-Gag

Es klang wie eine Geschichte über Navi-Irrtümer: Eine Spedition bringt ein Raupenfahrzeug ins falsche Seefeld - nicht nach Österreich, sondern nach Norddeutschland. Doch das war kein Irrtum.

Screenshot von Pistenbully

Viele Medien hatten von der vermeintlichen Irrfahrt berichtet

Eine Sprecherin des Tourismusverbands aus dem österreichischen Seefeld hat nun erklärt, dass die vermeintliche Irrfahrt eine Werbeaktion war. Eigentlich sollte nur ein kleiner Film für Facebook produziert werden. Dafür hatte der Verband eine Werbeagentur beauftragt. Von der Fahrt selbst wurde ein Bild auf der Internetseite des Tourismusverbands veröffentlicht.

Werbeaktion verselbständigt sich

Dann aber griffen immer mehr Medien das Thema auf. Der Tourismusverband suchte sogar noch eine Erklärung dafür, warum der Fahrer einen 800 Kilometer langen Umweg fuhr: Er sei blind dem Navi gefolgt, hieß es noch am Donnerstag. Dass es sich um eine Werbeaktion handelte und die Strecke mit Absicht gefahren wurde, das klärte der Tourismusverbandes auf Nachfragen von Journalisten zunächst nicht auf. Erst am Montag kam die Wahrheit ans Licht. Der Fahrer des Transporters sei ein Schauspieler gewesen.

Kässbohrer wusste nichts

"In die PR-Aktion des Tourismusverbands in Seefeld in Tirol waren wir nicht involviert. Wir wussten nichts davon", sagte am Montagvormittag eine Sprecherin der Kässbohrer Geländefahrzeug AG in Laupheim (Kreis Biberach). Man werde die Aktion auch nicht weiter kommentieren. Es sei eine Auslieferung wie jede anderen gewesen. Wie üblich habe der Kunde aus Seefeld die Pistenraupe ab Werk abgeholt.

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