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Pistenraupe aus Laupheim an der Nordsee Irrfahrt ist Werbegag

Die 800 Kilometer lange vermeintliche Irrfahrt einer Pistenraupe von Laupheim nach Schleswig-Holstein war nur ein Werbegag. Das gab der österreichische Tourismusverband am Wochenende zu.

Pistenbully aus Baden-Württemberg landete in Schleswig-Holstein statt in Tirol

Ab vom Kurs: Der Pistenbully aus Baden-Württemberg landete in Schleswig-Holstein

"Alles war ein PR-Gag", gab der Chef des österreichischen Tourismusverbands TVB in Seefeld, Elias Walser, gegenüber dem NDR zu. Man habe eigentlich nur einen netten Film für die Facebook-Seite des Verbands produzieren wollen. Der vermeintlich fehlgeleitete Lkw-Fahrer, der ein Pistenfahrzeug aus dem Kässbohrer-Werk in Laupheim (Kreis Biberach) 800 Kilometer weit nach Seefeld nahe der Nordsee transportiert hatte - anstatt nach Seefeld in Tirol, sei ein österreichischer Schauspieler gewesen.

"Wir haben nichts gewusst"

Eine Sprecherin der Kässbohrer Geländefahrzeug AG in Laupheim erklärte am Montag auf SWR-Anfrage, das Unternehmen habe von der Werbeaktion nichts gewusst. "In die PR-Aktion des Tourismusverbands Seefeld in Tirol waren wir nicht involviert." Man werde die Aktion auch nicht weiter kommentieren. Es sei eine Auslieferung wie jede andere gewesen. Der Kunde aus Seefeld habe die Pistenraupe ab Werk abgeholt.

Eine Frau aus Schleswig-Holstein hatte das Logo des österreichischen Skiortes Seefeld auf der Pistenraupe im schleswig-holsteinischen Seefeld entdeckt und die Irrfahrt so aufgedeckt. Tourismuschef Walser lud die Frau daraufhin ein, ihren nächsten Urlaub in Österreich zu verbringen. Gegenüber den Medien gab er sich zunächst ahnungslos: Er könne sich die 800 Kilometer lange Irrfahrt nicht erklären.

Schuld seien neue Fahrer?

Die mit dem Transport beauftragte Spedition habe neue Fahrer, erklärte Walser damals weiter. Möglicherweise habe einer von ihnen blind seinem Navigationsgerät vertraut und das falsche Ziel angesteuert, ohne misstrauisch zu werden. Nach dem bundesweiten Echo auf die vermeintliche Irrfahrt der Pistenraupe legte der Geschäftsführer des Tourismusverbandes die Werbeaktion nun offen.

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