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Ex-Mesner in Ulm vor Gericht Auf Vergleich geeinigt

Weil er Geld unterschlagen haben soll, forderte die Ulmer Münstergemeinde von einem ehemaligen Mesner mehr als 860.000 Euro. Im Zivilprozess am Dienstag einigte man sich auf einen Vergleich.

Ulmer Münster im Nebel

Ulmer Münster (Archivbild)

Der 54-Jährige hat sich demnach bereiterklärt, noch einmal 50.000 Euro an die Münstergemeinde zurückzuzahlen. Mitte 2012 war der Beschuldigte dabei erwischt worden, als er Geld aus der Kasse am Münstereingang nahm. In einem Strafverfahren wurde er dann zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt. Er zahlte außerdem 134.000 Euro zurück, die er offenbar seit 2009 unter anderem auch aus Opferstöcken gestohlen hatte. Nachdem man dort Schlösser ausgewechselt hatte, war nach Angaben der Münstergemeinde das Spendenaufkommen wieder erheblich gestiegen.

Kein Beweis

Die Münstergemeinde ging jedoch davon aus, dass der Mesner sich bereits viel früher - nämlich seit 1988 - systematisch bereichert hatte und hatte deshalb einen deutlich höheren Schadenersatz gefordert. Sie konnte aber keinen Nachweis erbringen und so kam es nun zum Vergleich.

Der Fall wurde am Ulmer Arbeitsgericht verhandelt, das in solchen Fällen zuständig ist.

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