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Landgericht Stuttgart verlängert Beweisaufnahme Urteil gegen Ex-Porsche-Chefs fällt später

Das Urteil im Prozess gegen Ex-Porschechef Wiedeking und seinen Finanzvorstand Härter ist verschoben worden. Das ist nötig, weil das Plädoyer der Ankläger neue Details enthält.

Wendelin Wiedeking

Vor Gericht: Wendelin Wiedeking

Es gebe neue Schlussfolgerungen der Staatsanwaltschaft, die eine erneute Beweisaufnahme erforderten, sagte der Vorsitzende Richter am Donnerstag am Stuttgarter Landgericht. So will er offenbar sein Urteil für eine mögliche Revision unangreifbar machen. Bisher sollte es am 4. März verkündet werden. Ein neuer Termin für den Richterspruch steht noch nicht fest, als wahrscheinliches Datum gilt der 18. März.

Vergangene Woche hatte die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer ihre Vorwürfe gegen Wendelin Wiedeking und den ebenfalls angeklagten Ex-Finanzchef Holger Härter zum Teil neu begründet. Danach hätten Wiedeking und Härter mit Bekanntgabe des Übernahme-Plans die VW-Aktienkurse nach oben treiben wollen. Das streiten die Angeklagten ab. Ein Sprecher der Wiedeking-Verteidiger sagte, eine neue Beweisaufnahme könne helfen, neueste Vorwürfe auszuräumen. Die Verteidiger rechnen mit einem Freispruch - die Staatsanwaltschaft teilte hingegen mit, sie bleibe bei ihrer Position und halte den Sachverhalt für aufgeklärt. Sie fordert zwei Jahre und sechs Monate Haft für Wiedeking und zwei Jahre und drei Monate Haft für Härter.

Prozess zieht sich seit Monaten

Seit Oktober stehen Wiedeking und Härter vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die beiden im Jahr 2008 mit Pressemitteilungen zunächst wahrheitswidrig den Plan abgestritten haben, den viel größeren VW-Konzern übernehmen zu wollen. So hätten Anleger in die Irre geführt werden sollen.

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