Bitte warten...

Fresko aus Tübingen Baum gestreift - Totalschaden

Höchst aufwändig wurde vor knapp einem Jahr ein Fresko aus einer renovierungsbedürftigen Tübinger Villa geborgen. Jetzt wurde bekannt, dass es beim Abtransport kaputt ging.

Ausschnitt aus dem Fresko in einer Tübinger Villa

Ausschnitt aus dem gefundenen Fresko

Der etwa 100 Kubikmeter große Raum, der aus der Villa heraus gesägt wurde und nach Balingen gebracht werden sollte, überlebte nicht mal die Fahrt dorthin.

Wer übernimmt den Schaden?

Der Tieflader, auf dem das Fresko mit Polizeieskorte transportiert wurde, rammte kurz vor dem Ziel einen Baum. Ein Ast traf das Fresko dabei so heftig, dass die Wandmalerei zerstört wurde.

Ob noch irgendwas zu retten ist, bleibt abzuwarten. Kunsthistorikerin Julia Feldtkeller sagte dem SWR, es sei unklar, welche Versicherung den Schaden übernehme. Bis das geklärt ist, dürfe man die Wandmalerei nicht anfassen.

Dauerhafte Ausstellung war geplant

Das Fresko des Malers Ernst Maria Fischer stammt aus den 1930er Jahren und befand sich in der Villa eines ehemaligen Tübinger Professors. Es stellt Szenen aus Goethes Drama "Faust II" dar. Auf Betreiben von Nachbarn und Kunsthistorikerin Feldtkeller erklärte sich der Bauinvestor schließlich bereit, das Fresko freizugeben.

Es wurde fachmännisch und mit hohem technischen Aufwand aus dem Haus montiert. Es sollte in Balingen in einer Halle gelagert und später im künftigen Stadtarchiv in der Tübinger Güterhalle ausgestellt werden.

Aktuell in Baden-Württemberg