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Fichten im Nordschwarzwald Umstrittener Baum des Jahres

Es ist der häufigste Baum in Deutschland. Jetzt ist die Fichte auch Baum des Jahres. Die Pflanze ist nicht unumstritten. Gerade unter Förstern im Nordschwarzwald.

Fichte

Fichte ist Baum des Jahres

Mit der Fichte verbinden viele die Monokultur im Durchschnittswald der 1980er Jahre. Lange wurde fast nur sie gepflanzt. Andere Baumarten ließen Förster aus wirtschaftlichen Gründen außer Acht.

Monokultur war Fehler

"Dieser Fehler bleibt bei einer Lebenszeit von über 100 Jahren noch lange spürbar", sagte Thomas Waldenspuhl vom Nationalpark Schwarzwald im SWR. Heute werde in Baden-Württemberg verstärkt auf Mischwald gesetzt. Denn der ist stabiler und nicht so anfällig gegen Sturm und Krankheiten.

Wirtschaftliche Vorteile

In der Landesforstverwaltung Tübingen-Bebenhausen betont man die Vorteile der Fichte. Fichtenholz wächst gerade und lässt sich gut verarbeiten und verkaufen. Deshalb sei es vielleicht richtig eine Baumart zu küren, die nicht nur eine ökologische, sondern auch eine wirtschaftliche Bedeutung hat, sagte ein Sprecher dem SWR.

Mit der Wahl zum Baum des Jahres will die zuständige Stiftung die Diskussion über die Vor- und Nachteile der Fichte neu entfachen. Ob das wirklich hilft, bezweifelt Thomas Waldenspuhl vom Nationalpark Schwarzwald aber.

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