Bitte warten...

Arbeitgeber diskutieren in Tübingen über Flüchtlinge "Deutsch lernen ist das wichtigste"

Jeden Tag diskutieren Politiker in Deutschland, wie man am besten auf die Flüchtlinge reagiert. Unternehmer und Arbeitgeberverbände in der Region fordern mehr Pragmatismus.

Zwei afghanische Lehrlinge arbeiten an einem Automotor

Viele Asylsuchende wollen gern schnell in Deutschland arbeiten (Symbolbild)

Viele Unternehmer können sich vorstellen, Flüchtlinge zu beschäftigen. Auf einer Veranstaltung der Arbeitsagentur und der Industrie und Handelskammer (IHK) Reutlingen forderten sie eine schnelle Integration von Flüchtlingen. Nur mit dem Erwerb der Sprache sei die Integration verbunden, sagte Jan Vetter vom Verband Südwestmetall dem SWR.

Planungssicherheit fehlt

Am Ende lasse sich die Lage nur gemeinsam in den Griff kriegen, davon ist Markus Nawroth von der IHK Reutlingen überzeugt. "Der schwierige Ton in der momentanen Diskussion dient niemandem. Nicht der Politik und vor allem nicht den Flüchtlingen."

Den Unternehmern in der Region fehlt vor allem die Planungssicherheit. Viele können sich vorstellen, Asylsuchende einzustellen: Sobald der Aufenthaltsstatus geklärt ist und sie eine Arbeitserlaubnis haben. In der Praxis dauere das aber zu lange, fürchten viele Arbeitgeber.

Fachkräfte für die Rückkehr ausbilden

Ulrich Gerbert vom Maschinenbauer Gühring aus Albstadt im Zollernalbkreis würde auch Flüchtlinge weiter ausbilden und qualifizieren. Der Firmenchef kann sich vorstellen, sie dann als Fachkräfte wieder in ihre Heimat zu schicken - wenn dort Frieden ist.

Der Tübinger Landrat Joachim Walter hofft trotz der Schwierigkeiten, dass viele Unternehmen den Schritt wagen und versuchen, mit Flüchtlingen zusammen zu arbeiten.

Aktuell in Baden-Württemberg