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SWR-"Elefantenrunde" in BW Grün-Rot lehnt Diskussion mit AfD ab

Bei der sogenannten Elefantenrunde im SWR Fernsehen drei Tage vor der Wahl in Baden-Württemberg wird weiterhin die AfD fehlen. Grüne und SPD bleiben bei ihrer Weigerung.

Eine Fernsehkamera und der Blick in den Landtag.

Streit um Besetzung der SWR-"Elefantenrunde" in Baden-Württemberg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und SPD-Landeschef Nils Schmid bleiben bei ihrer Haltung: keine Elefantenrunde im SWR Fernsehen mit der rechtspopulistischen AfD. Der SWR hatte zuvor an die beiden Parteien appelliert, sich einer Diskussion mit allen relevanten Parteien zu stellen.

Wegen der Entscheidung von Kretschmann und Schmid bleibt es im SWR Fernsehen in Baden-Württemberg bei dem Wahlschwerpunkt, den der SWR bereits am 19. Januar 2016 vorgestellt hatte. An der "Elefantenrunde" nehmen die Spitzenkandidaten der im Landtag vertretenen Parteien teil, also Grüne, CDU, SPD und FDP. Danach soll es gesonderte Interviews mit den Spitzenkandidaten von AfD und Linken geben.

Boudgoust: "Wir haben es uns aber nicht so einfach gemacht"

SWR-Intendant Peter Boudgoust äußerte sich am Mittwoch zu der Entscheidung: "Ich mache keinen Hehl daraus, dass wir eine Gesprächsrunde, in der alle relevanten Positionen aufeinander treffen, nach wie vor für die beste Lösung halten. Politischer Diskurs ist ein wichtiger Pfeiler unserer Demokratie. Die leichteste Entscheidung wäre gewesen, Stühle leer zu lassen oder die geplanten Gesprächssendungen abzusagen. Wir haben es uns aber nicht so einfach gemacht, denn wir wollen keine Symbole senden, sondern objektiv und umfassend informieren. Deshalb haben wir ein Konzept erarbeitet, das trotz der Absagen einzelner Parteien alle Positionen angemessen abbildet, keine Meinung verschweigt oder verdrängt."

In Rheinland-Pfalz ist die Lage anders. Dort gibt es eine Gesprächsrunde mit sechs Parteien: CDU, SPD, Grünen, AfD, FDP und Linken. Am Mittwoch erklärte die SPD in Mainz, Landeschef Roger Lewentz anstelle von Ministerpräsidentin Malu Dreyer in die dortige Runde am 10. März zu schicken. Dreyer selbst lehnt eine Debatte mit der AfD nach wie vor ab.

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