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Weiche in Gottenheim falsch gestellt Zwei S-Bahnen beinahe zusammengestoßen

Die Ermittlungen zum Beinahe Zusammenstoß zweier S-Bahnen am Montag in Gottenheim (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) dauern an. Ein Lokführer konnte Schlimmeres verhindern.

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1:08 min | Di, 8.3.2016 | 18:00 Uhr | SWR Fernsehen BW

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Nach Beinaheunfall in Gottenheim

Gefährdung des Bahnverkehrs?

Die Bundespolizei und die Freiburger Staatsanwaltschaft ermitteln wegen einer möglichen Gefährdung des Bahnverkehrs in Gottenheim. Hier waren am Montag beinahe zwei S-Bahnen zusammengestoßen.

Das Stellwerk im Gottenheimer Bahnhof ist über einhundert Jahre alt und wird per Hand betrieben. Im Zuge der Modernisierung der Breisgau-S-Bahn soll es bis 2018 erneuert werden. Warum die Weiche am Montagmorgen falsch gestellt war und wer dafür verantwortlich ist, das ist nun Gegenstand der Ermittlungen der Freiburger Staatsanwaltschaft und der Bundespolizei. Ermittelt wird wegen möglicher Gefährdung des Bahnverkehrs.

Ein Lokführer hatte im Pendlerverkehr bemerkt, dass die Weiche falsch stand und eine Notbremsung eingeleitet. Die S-Bahn war rechtzeitig zum Stehen gekommen, rund 50 Meter vor einem anderen mit vielen Pendlern besetzten Zug, der bereits auf demselben Gleis stand. Verletzt wurde niemand. Die betroffenen Mitarbeiter am Stellwerk müssen noch vernommen werden. Bahnschienen und Stellwerk werden von der DB Netz betrieben. Die Züge fahren Lokführer der Südwestdeutschen Verkehrs AG mit Sitz in Lahr.

Am 9. Februar waren in Bayern zwei Meridian-Züge auf eingleisiger, offener Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim frontal zusammengestoßen. Dabei starben elf Männer, 85 Fahrgäste wurden verletzt. Eine solche Gefahr habe im südbadischen Gottenheim aber nicht bestanden, sagte der Sprecher. Der einfahrende Zug sei lediglich mit Tempo 40 unterwegs gewesen.

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