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United World College Freiburg Schüler erklären Schülern ihre Religion

Im United World College in Freiburg leben 200 Schüler aus über 90 verschiedenen Nationen: Buddhisten, Moslems, Christen – konfliktfrei geht das nur mit Verständnis und Toleranz.

Verschiedene Kulturen, verschiedene Religionen: Maho aus Japan, Annie aus Thailand, Arpine aus Armenien und Emiliy aus Deutschland – sie leben in einem Vierbettzimmer, so wie alle 200 Schüler am United World College Freiburg.

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2:33 min | Di, 15.11.2016 | 19:30 Uhr | SWR Fernsehen BW

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United World College Freiburg

Tag des interreligiösen Austausches

Im United World College in Freiburg leben 200 Schüler aus über 90 verschiedenen Nationen: Buddhisten, Moslems, Christen – konfliktfrei geht das nur mit Verständnis und Toleranz.

Dass sich die Schüler des Colleges so gut verstehen, dazu gehört die Fähigkeit den anderen auch wirklich verstehen zu wollen. Deshalb hat das United World College einen interreligiösen Tag veranstaltet. Diesen Tag gestalten nicht die Lehrer, sondern die Schüler wie Maho Taketani, die den japanischen Shintoismus erklärt und viele Parallelen zu anderen Glaubensrichtungen entdeckt hat: "Ich habe realisiert, dass unsere Religion in Japan zwar sehr speziell ist, es aber trotzdem viel Verbindendes zu anderen Religionen gibt."

Mohammad Salah kommt aus Ägypten, er ist Moslem, erklärt zunächst viel und lässt seine Mitschüler an diesem interreligiösen Tag auch an seinem Gebt teilhaben. Doch so offen wie hier an der Schule lebt Mohammad seine Religion schon lange nicht mehr aus: "Wenn du in Italien bist, oder in Frankreich glauben viele, dass du ein Terrorrist bist. Deshalb ist es besser deinen Glauben zu verstecken."

Der Terrorismus hat viel in der Welt verändern, gerade deshalb sei so ein interreligiöser Tag wie ihn das College veranstaltet hat so wichtig, sagt Alex Bird vom United World College Freiburg: "Wenn wir uns nicht treffen und uns austauschen, müssen wir uns auf das verlassen, was andere sagen. Und was das für Menschen sind, das wissen wir nicht, das könnten dann auch Extremisten oder Menschen voller Vorurteile sein."

Für Emily ein äußerst spannender Schultag, ihr und den anderen Schülern ist schon klar, dass alle hier am United World College in Freiburg "ein sehr idealistisches Bild, vielleicht auch utopisches Bild von der Welt haben. Aber wir haben auch wirklich den Wunsch und sammeln Ideen, wie wir etwas ändern können."

Für ihre Bemühungen um den interreligiösen Austausch wurde das United World College in Freiburg mit dem Titel Welt-Ethos-Schule ausgezeichnet

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