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Perspektiven nach Schlaganfall Antrieb für eine Patientin aus Ehrenkirchen

Jedes Jahr erleiden etwa 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Die Folgen sind gravierend. Von einer Sekunde auf die andere ändert sich das Leben der Menschen radikal.

Rund 65 Prozent der Schlaganfall-Patienten sind auch ein Jahr danach auf Hilfe angewiesen. Wie schwer es den Menschen fällt die einen Schlaganfall erlitten haben, ihre Krankheit zu akzeptieren, einen Weg zu finden damit umzugehen und wieder ein erfülltes Leben zu führen, erzählt zum bundesweiten "Tag des Schlaganfalls" die Geschichte von Sybille Berg aus Ehrenkirchen.

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3:04 min

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Patientin aus Ehrenkirchen

Neue Perspektiven nach einem Schlaganfall

Stephan Basters

"Es lohnt sich sich aufzuraffen und zu kämpfen", sagt Sibylle Berg. 20 Jahre nach ihrem Schlaganfall führt die heute 54-Jährige mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern ein zufriedenes Leben.

Den 1. Dezember 1996 wird Sybille Berg nie vergessen. Es war der Tag an dem die damals 34-Jährige einen Schlaganfall hatte. Die ganze rechte Seite war gelähmt, sie konnte nicht mehr laufen, ihren rechten Arm kann sie bis heute nicht benutzen. Und fast noch schlimmer, Sybille Berg hatte durch den Schlaganfall ihre Sprache verloren. Nach dem Schlaganfall vor 20 Jahren brach für sie zunächst ihre Welt zusammen, sie wurde depressiv, verkroch sich zu Hause. Mit 34 Jahren schien ihr Leben zerstört.

Mühsam den Weg zurück ins Leben erkämpft

Das geht sehr vielen jüngeren Schlaganfall-Patienten so, erklärt Andreas Hetzel, Chefarzt des Park-Klinikums in Bad Krozingen. Doch Sibylle Berg kämpfte, begann den mühsamen Weg zurück ins Leben. Neun lange Jahre hat es gedauert, bis sie wieder so gut reden und laufen konnte wie heute. Sie verbrachte unzählige Stunden bei Logopäden und Physiotherapeuten, der Antrieb kam von ihr selbst, aber auch ihre Familie.

Betroffenen bringt ihre Erfahrungen in Selbsthilfegruppe ein

Heute hilft sie mit ihrer Erfahrung in einer Selbsthilfegruppe anderen Schlaganfall-Patientinnen wie Ute Velten-Fischer, die vor sieben Wochen einen Schlaganfall hatte. Die Lehrerin muss heute selbst wieder lernen zu schreiben und zu lesen. Vieles ist durch den Schlaganfall verloren gegangen – zum Beispiel die Erinnerung, welche Fächer sie unterrichtet hat.

Ute Velten-Fischer wird viel Geduld brauchen. Doch es lohnt sich sich aufzuraffen und zu kämpfen, sagt Sibylle Berg. 20 Jahre nach ihrem Schlaganfall führt die heute 54-Jährige mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern ein zufriedenes Leben.

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