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Nach Terror von Paris und Brüssel Sicherheit im Europapark

Brüssel, Istanbul, Paris: Blutige Attentate an Orten, an denen sich viele Menschen befinden, nehmen zu. Auch im Europapark in Rust macht man sich Gedanken über die Sicherheit.

Europapark von oben während der Sendung Immer wieder Sonntags

Besuchermagnet Europapark

Es sind Osterferien in den meisten Bundesländern in Deutschland, auch in Baden-Württemberg. Vom Parkplatz des Europaparks Rust strömen die Menschen in Richtung Haupteingang. Familien, Pärchen, Gruppen von Jugendlichen. Der Europapark ist ein Besuchermagnet: Mehr als fünf Millionen Menschen kamen im letzten Jahr. An manchen Tagen tummeln sich Zehntausende in dem Vergnügungspark.

Zwei Tage nach den Terroranschlägen von Brüssel hat der Europapark vor dem Eingang Sicherheitsleute platziert. Die Männer kontrollieren Taschen und Rucksäcke. Immer wieder müssen vor allem jüngere Leute die Reißverschlüsse öffnen. Auch auf dem Gelände sind Wachleute unterwegs.

Die Stimmung so kurz vor Ostern ist dennoch entspannt. Eine Familie mit zwei Kindern hat sich nach den Anschlägen von Brüssel allerdings einige Gedanken gemacht: "Wir haben schon überlegt, ob wir heute nicht fahren, weil die Kinder dann doch Angst hatten", sagt die Mutter und der Vater ergänzt: "Wir waren letztlich der Meinung, dass das Disneyland Paris gefährdeter ist."

Die Sicherheitsvorkehrungen wurden bereits nach Paris erhöht

Der Europapark teilt mit, dass man seit den Anschlägen von Paris im November engen Kontakt zur Polizei und zum Staatsschutz halte. Es gebe sichtbare Sicherheitsmaßnahmen wie die Kontrollen durch die Security-Leute, es gebe aber auch unsichtbare. Welche, das will der Park nicht verraten - und ein Interview dazu gibt es auch nicht. Jetzt nach Brüssel habe man aber nichts verändert.

Die Besucher vertrauen offenbar den Verantwortlichen in Rust. Ein Mann sagt: "Man hat es natürlich im Hinterkopf. Aber man sollte sein Leben nicht davon bestimmen lassen, sonst spielt man denen in die Hände, die solche Anschläge machen." Und eine Besucherin betont: "Ich lass mir jetzt den Spaß dadurch nicht verderben."

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