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Mord in Freiburger Kosmetikstudio Zu lebenslanger Haft verurteilt

Wegen Mordes hat das Landgericht Freiburg einen 43-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte seine Stieftochter in einem Freiburger Kosmetiksalon vor Kunden erschossen.

Blumen vor Kosmetikgeschäft

In diesem Kosmetikstudio wurde die 21-Jährige erschossen

Der Mann hatte im vergangenen September auf die damals 21-Jährige zwei Schüsse aus nächster Nähe abgefeuert, einen dritten noch, als das Opfer schon am Boden lag. Die Tat geschah vor den Augen der Chefin der jungen Frau und Kunden des Kosmetiksalons. Anschließend stellte der Mann sich der Polizei.

Für das Gericht ist klar: Der 43-Jährige hatte die Tat geplant, sogar extra eine Situation gesucht, in der seine 21-jährige Stieftochter ihm nicht ausweichen oder sich wehren konnte.

Der Verurteilte wollte sich rächen

Als Motiv sieht das Gericht einen Racheakt: Der Mann habe das Mädchen dafür bestrafen wollen, dass deren Mutter sich von ihm trennen wollte. Bereits sechs Wochen vor der Tat hatte der Angeklagte Frau und Stieftochter nach einem heftigen Streit sogar vor Polizeibeamten mit dem Tode bedroht. Er musste danach die gemeinsame Wohnung verlassen. Das Amtsgericht Emmendingen untersagte ihm den Kontakt zur Familie.

Der mehrfach vorbestrafte Angeklagte sagte vor Gericht, er bereue die Tat. Für eine Verminderung seiner Schuldfähigkeit fand das Gericht keinerlei Anhaltspunkte. Gegen das Urteil kann binnen einer Woche Revision eingelegt werden.

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