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Milliarden-Auftrag Stuttgarter Netze Deutsche Bahn beschwert sich vor Gericht

Die Bahn gibt nicht auf - sie will ab jetzt vor Gericht um einen Milliardenauftrag für Stuttgarter Verkehrsnetze kämpfen. Für das hatten eigentlich die Betreiber Abellio und Go-Ahead den Zuschlag bekommen.

Regionalbahn fährt

Bleibt die Deutsche Bahn am Zug?

Wie die Deutsche Bahn am Dienstag mitteilte, hat sie Beschwerde beim Oberlandesgericht Stuttgart eingereicht. Die Beschwerde richtet sich gegen die Vergabekammer des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Das hatte dem Verkehrsministerium recht gegeben, das wiederum entschieden hatte, den Nahverkehrsauftrag an Konkurrenten der Bahn zu vergeben.

Der Hintergrund: Das Ministerium hatte unterschiedliche Wettbewerber beauftragt, Modelle für ein möglichst günstiges Nahverkehrsnetz zu entwickeln. Die Bahn hatte zwar das billigste Angebot vorgelegt - aber nach Angaben des Ministeriums Mindestkriterien nicht erfüllt. Die Folge: Die Bahn-Konkurrenten Go-Ahead und Abellio bekamen den Zuschlag.

Das Stuttgarter Netz reicht bis nach Mannheim, Bruchsal, Osterburken, Tübingen, Crailsheim, Ulm, Karlsruhe, Würzburg und Aalen - dort liegen die Endpunkte. Es war für die Ausschreibung in drei Lose aufgeteilt worden: Abellio soll ab 2019 das Neckartal befahren, Go-Ahead Rems-Fils und Franken-Enz. S-Bahnen gehören nicht dazu.

Der Auftrag umfasst von 2019 an rund 14,8 Millionen Zugkilometer im Jahr. Die Vertragslaufzeit beträgt 13 Jahre, das Umsatzvolumen liegt bei 2,7 Milliarden Euro. Durch den Wettbewerb hat Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) erreicht, dass sich der Preis, den das Land pro Zugkilometer zahlen muss, von derzeit noch 11,69 Euro halbiert.

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