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Christian Wulff in Stuttgart "AfD muss wieder kleiner werden"

Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff hat dazu aufgerufen, der rechtspopulistischen AfD den Boden zu entziehen. Wulff sprach am Donnerstag in Stuttgart beim Toleranzgipfel.

Christian Wulff

Christian Wulff (Archivbild)

Am Rande der Veranstaltung sprach sich Wulff gegenüber dem SWR dafür aus, dass radikale Parteien, die in der Bevölkerung Stimmung etwa gegenüber dem Islam machten, wieder kleiner werden müssten. Er forderte alle Demokraten und vor allem die Abgeordneten im Stuttgarter Landtag auf, "die AfD so zu stellen, dass bei der nächsten Wahl deren Prozente wieder ganz stark nach unten gehen."

Vortrag über Willkommenskultur

Wulff hielt am Donnerstagnachmittag beim Stuttgarter Toleranzgipfel einen Vortrag zum Thema "Willkommenskultur konkret - Fremdheit überwinden. Was trägt die Politik zum gelingenden Miteinander bei?". Bei diesem 2. Toleranzgipfel geht es um Fragen des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Herkunft und religiöser Prägung. Außerdem werden Fragen der Integration der wachsenden Zahl von Migranten und Flüchtlingen diskutiert.

Verunsicherte Republik

In seiner Rede stellte Wulff fest, dass die Bundesrepublik derzeit "so verunsichert ist wie noch nie". Dies zeige auch der Erfolg einer Partei, die von Ängsten lebe. Er nannte es "sehr beachtlich", dass 85 Prozent der Menschen am vergangenen Sonntag "Parteien mit differenzierten Lösungsvorstellungen" gewählt hätten. Den Ansatz der AfD nannte Wulff "töricht".

"Islam gehört zu Deutschland"

Als Bundespräsident hatte Christian Wulff 2010 in einer vielbeachteten Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit den Satz geprägt: "Auch der Islam gehört inzwischen zu Deutschland". Damals hatte er davon gesprochen, dass Deutschland neuen Mut zur Veränderung und einen neuen Zusammenhalt in einer sich rasant verändernden Welt brauche.

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