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Schlossgartenräumung vor Gericht S21-Gegner wollen Klarheit

Das Verwaltungsgericht Stuttgart will am Mittwoch entscheiden, ob die Räumung des Schlossgartens im Februar 2012 rechtmäßig war. 32 Gegner von Stuttgart 21 haben die Stadt verklagt.

Polizei räumt Schlossgarten wegen S21

Das Zeltdorf nach der Räumung

Seit Dienstag prüfen die Stuttgarter Verwaltungsrichter, ob der Polizeieinsatz und die Räumung des Protestcamps mit dem Gesetz vereinbar waren. Nach Ansicht der Kläger war das nicht der Fall. Weil sie sich gegen die Räumung wehrten, mussten sie jeweils rund 100 Euro Bußgeld zahlen. Eine Entscheidung des Gerichts soll am Mittwoch fallen.

Baumfällarbeiten verhindern

Rund 30 Projektgegner hatten vor der Räumung monatelang in einem Zeltdorf gelebt, um die Bauarbeiten für das Milliardenprojekt Stuttgart 21 und die dafür nötigen Baumfällarbeiten zu blockieren. Am 15. Februar 2012 versammelten sich bis zu 1.000 Demonstranten im Schlossgarten, um gegen die Räumung der Zelte zu protestieren.

Großer Polizeieinsatz

Rund 2.500 Polizisten aus dem ganzen Bundesgebiet waren damals im Einsatz. Das Baufeld in der Nähe des Hauptbahnhofs wurde mit 800 Metern Gittern abgesperrt. Die meisten Demonstranten verließen das Gelände im Laufe der Nacht freiwillig - darunter auch einer heutigen Kläger. Andere bildeten Sitzblockaden und wurden von der Polizei weggetragen. Verletzte gab es nicht.

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