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Urteil im Stuttgarter Porscheprozess Freispruch für Wiedeking und Härter

Das Landgericht Stuttgart hat Ex-Porsche-Chef Wiedeking und den ehemaligen Finanzvorstand Härter freigesprochen. Den beiden Managern war Marktmanipulation vorgeworfen worden.

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1:12 min | Fr, 18.3.2016 | 18:00 Uhr | SWR Fernsehen BW

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Stuttgarter Strafprozess

Freisprüche für Ex-Porsche-Vorstände

Er war eine Branchengröße, machte Porsche von der Fast-Pleitefirma zu einem der profitabelsten Autobauer. Dann schien die Vergangenheit Wendelin Wiedeking einzuholen. Ein Strafprozess ging nun mit einem Freispruch zu Ende.

"An den Vorwürfen der Stuttgarter Staatsanwaltschaft ist nichts dran, nichts. Weder vorne, noch hinten, noch in der Mitte", urteilte der Vorsitzende Richter Frank Maurer am Freitag am Stuttgarter Landgericht. Es habe keinen Geheimplan des ehemaligen Porschevorstands für eine Übernahme des VW-Konzerns gegeben.

Anklage wegen Marktmanipulation

Die Staatsanwaltschaft hatte den beiden Angeklagten vorgeworfen, im Zuge der geplanten VW-Übernahme durch Porsche im Oktober 2008 den Kurs der VW-Aktie in ihrem Sinne beeinflusst zu haben. Der Kurs stieg nach der Herausgabe der Pressemitteilung kurzfristig von etwa 200 auf über 1.000 Euro, stürzte dann aber wieder ab. Anleger verloren damals viel Geld. Die beiden Angeklagten haben eine solche Manipulationsabsicht stets entschieden bestritten.

Staatsanwaltschaft hatte Haftstrafen gefordert

Die Anklagebehörde hatte zweieinhalb Jahre Haft für Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und zwei Jahre und drei Monate Gefängnis für den früheren Finanzvorstand Holger Härter gefordert. Außerdem eine Geldstrafe für beide von je einer Million Euro. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Es habe keinen Geheimplan gegeben, hatte der Anwalt von Wendelin Wiedeking gesagt. Zudem hätten zahlreiche Zeugenaussagen und ein Sachverständigen-Gutachten gezeigt. Auch der Anwalt von Wolfgang Härter hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

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