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Auszeichnung für Lebenswerk Fritz-Leonhardt-Preis an Werner Sobek

Er entwarf die Fassade des Mercedes-Benz Museums und plante die Statik des S21-Tiefbahnhofs. Seine Werke reichen von Berlin bis Bangkok. Jetzt ehrten Ingenieure einen ihrer Größten.

Stuttgart, Musterhaus Weisßenhofsiedlung, AWerner Sobek Design,

B10-Aktivhaus auf dem Killesberg in Stuttgart

Der Architekt und Ingenieur Werner Sobek aus Stuttgart wurde für sein Lebenswerk mit dem Fritz-Leonhardt-Preis ausgezeichnet. Der 62-Jährige erhielt die Auszeichnung der Ingenieurkammer Baden-Württemberg am Samstag in der Stuttgarter Staatsgalerie.

Kammerpräsident Stephan Engelsmann bezeichnet Sobek als einen der wichtigsten Bauingenieure der Gegenwart und charismatische Ingenieurpersönlichkeit. Sobek sei einer der Wegbereiter des nachhaltigen Bauens. In seinen Projekten seien Ingenieurwissenschaften und Gestaltungskompetenz unauflösbar miteinander verwoben, so der Kammerpräsident zur Begründung der Preisjury.

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Projekte des Architekten und Ingenieurs Werner Sobek

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Für das Kunstmuseum in Stuttgart plante Werner Sobek das Tragwerk und die Fassade.

Für das Kunstmuseum in Stuttgart plante Werner Sobek das Tragwerk und die Fassade.

Der ThyssenKrupp Testturm in Rottweil wird mit rund 240 Metern eines der höchsten Bauwerke Deutschlands.

Ein im Rahmen einer Studie für die SSB entwickelter Prototyp für eine neue Haltestelle.

Für das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart-Untertürkheim plante Werner Sobek das Tragwerk und die Fassade.

Das viergeschossige Gebäude R128 in Stuttgart steht auf einem steilen Grundstück am Rande des Talkessels.

Werner Sobek entwarf für den Besuch Papst Benedikts in Freiburg 2011 eine überdachte Altarinsel.

Die Josef-Eberle-Brücke in Rottenburg am Neckar ist ein wichtiges Bindeglied im mittelalterlichen Stadtkern.

Die "Stuttgarter Schale" ist lediglich 10 mm dick und wurde am Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) der Uni Stuttgart verwirklicht.

Zur Fußball-WM 2006 entwickelte Werner Sobek eine Teilüberdeckelung der B14 in der Stuttgarter City.

"D10" ist ein eingeschossiges Wohnhaus in einem gewachsenen Wohngebiet in Biberach.

"B10" ist das erste Aktivhaus der Welt in der Weißenhofsiedlung auf dem Stuttgarter Killesberg.

Das Schaffen Sobeks umfasst unterschiedliche Bereiche der Baukunst wie Stadien, Fassaden, Sonderkonstruktionen, Verkehrsbauwerke aber auch Messestände und Wohnhäuser. Beispiele sind die Glasfassaden des Sony-Center in Berlin, die weit spannende Stahlkonstruktion des Flughafens von Bangkok oder auch die Altarinsel für den Besuch von Papst Benedikt XVI. 2011 in Freiburg.

Werner Sobek wurde am 16. Mai 1953 in Aalen geboren. Er studierte Bauingenieurwesen und Architektur an der Universität Stuttgart, unter anderen bei Jörg Schlaich, Klaus Linkwitz, Jürgen Joedecke und Frei Otto. 1991 wurde Sobek Professor für Tragkonstruktionen und konstruktives Entwerfen an der Universität Hannover. 1992 gründete er die gleichnamige Firmengruppe mit heute mehr als 200 Mitarbeitern an Standorten in Stuttgart, Frankfurt, Moskau, New York, Istanbul, London, Dubai und Sao Paulo. 1994 wurde Werner Sobek an die Universität Stuttgart berufen. Dort übernahm er zunächst die Nachfolge von Frei Otto sowie 2001 zusätzlich auch die Nachfolge von Jörg Schlaich. Seitdem leitet er das Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) der Universität Stuttgart.

Auszeichnung: Der Fritz-Leonhardt-Preis wird seit 1999 alle drei Jahre vergeben. Er geht an herausragende Repräsentanten zeitgenössischer internationaler Ingenieurbaukunst. Namensgeber ist der weltweit renommierte Stuttgarter Bauingenieur Fritz Leonhardt (1909-1999), der unter anderem den Stuttgarter Fernsehturm entwarf. Der Fritz-Leonhardt-Preis ist undotiert. Verliehen wird eine Urkunde sowie eine gravierte Preisskulptur.

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