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Luftreinhaltung in Stuttgart Ab sofort ist Feinstaub-Alarm möglich

In Stuttgart herrscht immer wieder dicke Luft. Zu oft werden Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide überschritten. Daher kann die Stadtverwaltung seit Montag Feinstaub-Alarm auslösen.

Feinstaub-Alarm auf Vario Tafel

Auf Tafeln soll der Alarm angekündigt werden.

Die Hörer der SWR-Radioprogramme erfahren in den Verkehrshinweisen von einem möglichen Feinstaub-Alarm in Stuttgart. Die Stadt will aber auch über Anzeigetafeln an großen Straßen und im Internet darüber informieren. Für zusätzliche, neue Tafeln hat Landesverkehrsminister Winfried Hermann am Montag Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn, beide Grüne, einen Förderbescheid über 1,5 Millionen Euro übergeben. Wenn es einen Feinstaub-Alarm gibt, sollten Autofahrer ihr Auto freiwillig stehen lassen. Auch Besitzer von Kaminöfen sind angehalten, auf andere Arten des Heizens zurückzugreifen, um die Luft nicht weiter mit Schadstoffen aufzuladen. So will es die Stadtverwaltung.

Freiwillig das Auto stehen lassen

Autofahrern empfiehlt die Stadt stattdessen mit Bus und Bahn zu fahren oder zum Beispiel Fahrgemeinschaften zu bilden. Dafür gibt es spezielle Vergünstigungen. Mit dem freiwilligen Verzicht aufs Auto will die Stadt erreichen, dass die Schadstoffe in der Luft abnehmen. Der Feinstaub-Alarm wird immer dann ausgelöst, wenn die Grenzwerte für Schadstoffe in der Luft fast erreicht sind.

Aktuell kein Alarm

Stadtklimatologe Ulrich Reuter

Stadtklimatologe Ulrich Reuter

Der Feinstaub-Alarm soll aufgrund der Daten des Deutschen Wetterdiensts ausgelöst werden: "Und das zwei Tage im voraus, um hier zeitnah wirksam zu sein", meint der Meteorologe Uwe Schickedanz vom Deutschen Wetterdienst in Stuttgart. Schickedanz und seine Kollegen geben die Daten an den Stadtklimatologen Ulrich Reuter vom Amt für Umweltschutz weiter. Reuter entscheidet dann, ob Feinstaub-Alarm ausgelöst wird. Wie lange der Feinstaub-Alarm dauert, hängt vom Wetter ab. Erst wenn sich die Wetterbedingungen zum Beispiel durch Regen oder Wind verbessert haben, wird der Alarm aufgehoben. Wann Reuter zum ersten Mal Alarm ausrufen wird, ist noch unklar. Bei Regen ist die Feinstaub-Belastung vergleichsweise gering.

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