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Familiendrama in Stuttgart Angeklagter schweigt vor Gericht

Ein Familiendrama mit zwei Toten bewegte im vergangenen Oktober die Stuttgarter. Nun steht der mutmaßliche Täter vor Gericht - er soll seinen Sohn und seine Ehefrau ermordet haben.

Landgericht Mord

Familienprozess vor dem Stuttgarter Landgericht

Der Familienvater soll am 18. Oktober 2015 seine Ehefrau und seinen 16 Jahre alten Sohn getötet haben. Der Angriff auf die 43 Jahre alte Frau erfolgte laut Anklage völlig überraschend. Mit einem Kampfmesser habe der Mann mehrfach auf ihren Oberkörper eingestochen, anschließend sei er auf den 16-jährigen Jungen losgegangen.

Auch der Hund musste sterben

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Doppelmord aus Heimtücke vor. Auch den Hund der Familie habe der 53-jährige getötet, bevor er an jenem Sonntagmorgen im vergangenen Oktober über Notruf die Polizei alarmiert habe.

Angeklagter überfordert?

Zu der Bluttat äußerte sich der Angeklagte zu Prozessbeginn am Montag nicht. Dafür wurde das Protokoll der Vernehmung kurz nach der Tat verlesen. Demnach hatte er ausgesagt, dass er zunächst seine Ehefrau mit einem Messer angegriffen habe. Diese sei allerdings ins Kinderzimmer geflüchtet, so dass er auch den Sohn getötet habe. Eine Nachbarin sagte am Montag vor Gericht, dass die Eheleute mehrfach gestritten hätten.

Motiv immer noch unklar

Das Motiv für das Familiendrama bleibt jedoch weiter unklar. Kurz nach der Tat hatte der Familienvater allerdings gesagt, dass ihn Probleme auf der Baustelle beschäftigt hätten, auf der er damals arbeitete. Er habe "das mit der Arbeit nicht mehr hingekriegt" und sei "ausgerastet". Zudem sei seine Frau krank sowie schon länger arbeitslos gewesen und habe deshalb keine Perspektive mehr für sich gesehen. Dem Vernehmungsprotokoll zufolge gab der 53-Jährige auch an, zuvor von der Tat geträumt zu haben.

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