Bitte warten...

Prozess in Heilbronn Geldstrafe wegen vergammelter Lebensmittel

Der Betreiber eines Landgasthofes in Löwenstein (Kreis Heilbronn) ist am Freitag zu einer Geldstrafe von 2.000 Euro verurteilt worden. Er hatte in seinen Kühl-und Gefrierräumen verdorbene Lebensmittel gelagert.

Richterhammer auf dem Tisch

Geldstrafe wegen gammeligen Lebensmitteln (Symbolbild)

Gegen den Mann war bereits eine Geldstrafe von 2.500 Euro verhängt worden. Diese Strafe wollte er aber nicht akzeptieren. Auch am Freitag konnte er vor dem Heilbronner Amtsgericht den Vorwurf nicht ausräumen, dass er vorsätzlich nicht mehr zum Verzehr geeignete Lebensmittel in den Verkehr gebracht hatte. Deshalb muss der Hotelier eine Geldstrafe von insgesamt 2.000 Euro zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Gefrierbrand und Schimmel

Der Mann stand vor Gericht, weil er mehrfach verdorbene Lebensmittel in seinen Kühl- und Gefrierräumen hatte. Darunter zum Beispiele Fisch und Fleisch mit Gefrierbrand. Es konnte auch eine Keimbelastung nachgewiesen werden. Außerdem war verschimmelter Frischkäse gelagert. Auch die Temperatur in dem Gefrierraum war mit minus neun Grad deutlich zu warm.

Kündigung nicht ausreichend

Die Missstände, die bei Prüfungen durch den Wirtschaftskontrolldienst aufgeflogen waren, hat der Hotelier auch eingeräumt. Verantwortlich für all das machte er allerdings seinen damaligen Küchenchef. Der sei für die Kontrolle der Lebensmittel zuständig gewesen. Der Hotelier habe seinen Küchenchef nach eigenen Angaben mehrfach zurechtgewiesen und ihn letztendlich auch gefeuert.

Das nahm die zuständige Richterin am Freitag zwar zur Kenntnis, an ihrem Urteil änderte es aber nichts: Nachdem es mehrere Beanstandungen gegeben hatte, hätte sich der Hotelier mehr um den Zustand seiner Ware in den Kühl- und Gefrierräumen kümmern müssen, so die Richterin. Nur Gespräche und die Kündigung hätten nicht ausgereicht.

Aktuell in Baden-Württemberg