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Nach Festnahme in Neuhausen/Fildern Häftling muss Reststrafe im Knast absitzen

Die Flucht endete spektakulär - SEK-Beamte überwältigten am Dienstagabend einen flüchtigen Häftling. Der 24-Jährige verspielte damit nicht nur seine Hafterleichterungen.

Der Mann wurde nach seiner Festnahme zurück in Haft gebracht, teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Mittwoch in Stuttgart mit, und diesmal wohl auf Dauer. Denn seine Chance auf eine vorzeitige Entlassung hat der Häftling verloren. Am 11. Januar konnte der wegen schweren Raubes verurteilte Mann seinen Aufpassern bei Arbeiten auf einem Bauernhof entkommen. Der Häftling im offenen Vollzug war in der Außenstelle Kapfenburg der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall untergebracht.


Bei der Festnahme des 24-Jährigen am Dienstagabend wurde niemand verletzt. Die Polizei wollte den Mann bereits am Nachmittag in Neuhausen stellen. Dabei habe er die Beamten mit einer bisher nicht näher bestimmten Waffe bedroht. "Dann haben meine Kollegen Warnschüsse abgegeben", sagte ein Sprecher.

Der 24-Jährige flüchtete zu Fuß und verschanzte sich in einer Garage - mitten in einem Wohngebiet. Die Bevölkerung sei allerdings nicht in Gefahr gewesen. Nach Auskunft der Polizei drohte er damit, sich umzubringen. Gegen 19.00 Uhr sei er von einem Spezialeinsatzkommando überwältigt worden.

Offener Vollzug wird nicht leichtfertig genehmigt

Nach Angaben des Innenministeriums handelt es sich um den ersten Fall in diesem Jahr, bei dem ein Häftling aus dem offenen Vollzug in Baden-Württemberg ausbrach. 2015 habe es acht Fälle dieser Art gegeben, im Jahr davor zwölf. Insassen werde der offene Vollzug niemals leichtfertig genehmigt, so der Behördensprecher. Auch der 24-Jährige habe sich in der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall "vorbildlich verhalten" und eine Schulausbildung begonnen. Was den Mann zu dem Fluchtversuch bewegt hatte, gebe den Behörden Rätsel auf.

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