Bitte warten...

Ostermärsche in BW Marschieren gegen den Krieg

Die diesjährigen Ostermärsche in Baden-Württemberg standen ganz im Zeichen der Flüchtlingskrise und ihrer Ursachen. In zahlreichen Städten sind die Menschen für den Frieden auf die Straße gegangen.

Eine Teilnehmerin am Ostermarsch für die Bekämpfung von Fluchtursachen und die Beschränkung von Waffenexporten hat am 26.03.2016 Stuttgart (Baden-Württemberg) eine bunte Friedensflagge umgehängt.

Ostermarsch in Stuttgart

Die vielen Aktionen standen nach Angaben des Friedensnetzes Baden-Württemberg unter dem Motto "Fluchtursache Krieg bekämpfen! Kriegseinsätze sofort beenden!".

Zum Ostermarsch in Müllheim (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) versammelten sich am Montagnachmittag etwa 150 Menschen, wie die Polizei mitteilte. Der Marsch unter dem Motto "Fröhlich und entschieden für Menschlichkeit und Frieden" wurde vom Friedensrat Markgräferland und vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Markgräferland organisiert.

Große Demonstrationen am Karsamstag

In Ellwangen fand bereits am Samstagmorgen eine friedliche Demo statt: Dabei wurden Flüchtlingskinder aus der Landes-Erstaufnahmestelle eingebunden, die etwas vorführten. Etwa 300 Menschen nahmen teil.

Auch in Stuttgart und Mannheim wurde am Karsamstag für den Frieden marschiert. In der Landeshauptstadt gingen rund 1.500 Menschen auf die Straße. "Unser Hauptaugenmerk liegt auf dem Bundeswehreinsatz in Syrien und auf der Unterstützung mit Waffen und Militär für Kriege, die die Flüchtlinge herbringen", sagte Dieter Lachenmayer vom Friedensnetz.

Die Ostermärsche haben ihre Wurzeln im Protest gegen das atomare Wettrüsten im Kalten Krieg. In Deutschland erlebten sie 1968 und 1983 ihre Höhepunkte mit hunderttausenden Demonstranten.

In Mannheim demonstrierten das Mannheimer Friedensplenum und die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner*Innen (DFG-VK) vor der Coleman-Kaserne. Die rund 150 Demonstranten protestierten dagegen, dass die Kaserne in Mannheim-Sandhofen nicht - wie von der US-Armee zugesagt - für eine zivile Nutzung freigegeben worden sei.

Um das Video abspielen zu können, benötigen Sie Javascript. Bitte aktivieren Sie dies in Ihrem Browser.

1:11 min | Sa, 26.3.2016 | 18:00 Uhr | SWR Fernsehen BW

Mehr Info

Ostermarsch in Stuttgart

Gegen Waffenexporte und Bundeswehreinsätze

Bei den Ostermärschen wollten die Teilnehmer in diesem Jahr auch ein Zeichen setzen gegen Bundeswehreinsätze in Syrien oder dem Irak. In Stuttgart starteten sie deshalb am Karrierecenter der Bundeswehr.

Mahnwache für die Kriegsopfer

Schon am Karfreitag hatten rund 50 Menschen zum Auftakt der Ostermärsche in Stuttgart der Opfer von Drohnen und Krieg gedacht. Wie die Initiative "Ohne Rüstung Leben" mitteilte, gab es vor der US-amerikanischen Kommandozentrale Africom in Stuttgart-Möhringen eine Mahnwache mit Kranzniederlegung. Die Demonstranten forderten zugleich die Schließung des Africom, das für militärische Operationen und Übungen der Vereinigten Staaten auf dem afrikanischen Kontinent verantwortlich sei. Laut Polizei blieb die Aktion friedlich.

Aktuell in Baden-Württemberg