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Nach Dopinggeständnis des Tennis-Stars Porsche setzt Aktivitäten mit Scharapowa aus

Die russische Tennisspielerin Maria Scharapowa hat gedopt. Die 28-Jährige wurde vorläufig suspendiert, ihr droht eine lange Sperre. Sponsoren und Werbepartner distanzieren sich.

Maria Sharapova (RUS) in Aktion.

Scharapowa ist Markenbotschafterin von Porsche

Auf SWR-Anfrage teilte der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche mit, man bedauere die aktuellen Nachrichten zu Scharapowa. Bis weitere Details bekannt seien und Porsche die Situation analysieren könne, habe man sich entschieden, die geplanten Aktivitäten auszusetzen, so Sprecher Markus Rothermel, zuständig für Sportkommunikation von Porsche. Scharapowa war bislang "Markenbotschafterin" des Unternehmens.

Der US-Sportartikelhersteller Nike hatte als erster Konsequenzen gezogen und legte den hoch dotierten Sponsoringvertrag mit der 28-Jährigen vorerst auf Eis. "Wir sind traurig und überrascht über die Neuigkeiten von Maria Scharapowa", teilte der Konzern mit. Nike wolle das Ergebnis weiterer Ermittlungen abwarten, bevor über weitere Schritte entschieden werden soll.

Die in den USA lebende Scharapowa ist die bestbezahlte Sportlerin der Welt. 2015 verdiente die Tennisspielerin laut Forbes-Liste 29 Millionen Dollar - 22 davon durch Werbung.

Scharapowa noch "ideale Botschafterin für Porsche"?

Porsche macht auf seiner Webseite allerdings noch Werbung mit Scharapowa. Dort ist zu lesen, dass die 28-Jährige als erfolgreichste Tennisspielerin der Welt die "ideale Markenbotschafterin" für Porsche sei. Die Russin genieße "weltweit hohes Ansehen" und ihre Ausstrahlung passe deshalb perfekt zu Porsche.

Scharapowa nicht bei Turnier in Stuttgart

Scharapowa hatte am Montag bei einer Pressekonferenz in Los Angeles zugegeben, dass sie während der Australien Open in diesem Jahr eine verbotene Substanz eingenommen hat. Bei der Russin wurde die seit dem 1. Januar 2016 verbotene Substanz Meldonium gefunden. Scharapowa sagte, dass sie das Medikament erstmals im Jahr 2006 von ihrem Arzt verschrieben bekommen habe. Damals sei sie oft krank gewesen.

Die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin wurde vom Tennis-Weltverband ITF mit Wirkung vom 12. März vorläufig suspendiert. Damit wird Scharapowa auch nicht am Stuttgarter WTA-Turnier im April teilnehmen. Der Tennisspielerin droht eine lange Sperre.

Meldonium wird unter dem Markenname Mildronat als Herzmedikament in den baltischen Staaten und in Russland vertrieben. In Deutschland ist es als Arzneimittel nicht zugelassen. Es soll die Durchblutung fördern. Sportler versprechen sich durch die Einnahme von Meldonium eine Steigerung der physischen und mentalen Belastungsfähigkeit.

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