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Formel1-Fahrer Sebastian Vettel aus Heppenheim "Ausruhen können die Anderen"

Während Mercedes-Pilot Nico Rosberg seinen ersten WM-Titel feiert, schaut der Heppenheimer Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel schon nach vorn - mit einer Kampfansage Richtung Mercedes.

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel aus Heppenheim

Sebastian Vettel will "Lücke zu Mercedes schließen"

Sebastian Vettel und sein Ferrari-Rennstall haben die insgesamt schwache Saison am Sonntag mit einem Erfolgserlebnis beendet. Mit dem neuen Reglement soll 2017 nun aber alles besser werden. In Abu Dhabi, wo das letzte Rennen der Saison stattfand, gratulierte Ferrari-Pilot Vettel dem neuen Weltmeister Nico Rosberg aufrichtig, er freute sich sichtlich über seinen dritten Rang beim Saisonfinale - und schickte gleich noch eine Kampfansage hinterher. Dieses Erfolgserlebnis zum Jahresausklang sei "genau die richtige Botschaft" an die Konkurrenz, die Fans, die Medien: "Ausruhen können die anderen, wir werden im Winter Vollgas geben. Es gilt, hart zu arbeiten und die Lücke zu schließen."

"Eine harte Saison"

Erleichterung aber auch Trotz waren greifbar, als Vettel zum letzten Mal in diesem Jahr dem Rennoverall entstieg. "Für mich und das Team war es in vielerlei Hinsicht eine harte Saison", sagte er. Die anhaltende Kritik, gerade der italienischen Presse, hatte Vettel in den vergangenen Monaten wohl überrascht, oft hielt er sie für überzogen. "Wir wollten die Saison würdevoll abschließen, deshalb bin ich sehr glücklich", sagte er nun. Das sieglose Jahr der Scuderia war zweifellos auch für Vettel eine große Enttäuschung. Noch vor zwölf Monaten hatte auch er den Angriff auf Mercedes ausgerufen, stattdessen fiel Ferrari gar hinter seinen früheren Arbeitgeber Red Bull Racing zurück.

Hoffnung auf Regelreform

Vettels große Hoffnung speist sich nun vor allem aus der Regelreform, die ab der kommenden Saison greift. Zwar ändert sich an den Motoren kaum etwas, auch 2017 dürften die Weltmeister von Mercedes den besten Hybrid-Antrieb im Auto haben. Doch das Aerodynamik-Reglement verändert sich grundlegend, und neben den Autos werden auch die Reifen breiter - beim Saisonstart in Australien in etwa vier Monaten werden völlig andere Boliden in die Startaufstellung rollen. Nicht nur Ferrari macht sich daher berechtigte Hoffnungen, dass die Spitze wieder näher zusammenrückt. In der jetzt abgelaufenen Saison landete Sebastian Vettel in der Gesamtfahrerwertung auf dem vierten Platz - hinter Rosberg, Hamilton und Ricciardo.

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