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Pilotprojekt in Heidelberg Flüchtlinge bekommen erste Ausweise

Bei der Registrierung von Flüchtlingen in Deutschland herrscht vielfach Chaos. Jetzt soll ein neues Dokument Besserung bringen. Heidelberg ist eine der ersten Städte, die den Ausweis testen.

Die ersten einheitlichen Ausweise für Flüchtlinge sollen in den nächsten Tagen im Zentralen Registrierungszentrum in Heidelberg ausgegeben werden. Die Stelle wurde in der ehemaligen US-Liegenschaft Patrick-Henry-Village eingerichtet. Hier sollen zukünftig bis zu 600 Flüchtlinge pro Tag registriert werden. Die dazu nötige Anlage werde derzeit aufgebaut, sagte ein Sprecher der Lenkungsgruppe Flüchtlinge des Landes am Mittwoch.

Bundestag hat zugestimmt

Sobald die Installation abgeschlossen sei, würden die ersten sogenannten Ankunftsnachweise ausgestellt. Ein konkretes Datum konnte der Sprecher nicht nennen. In der nächsten Woche berät der Bundesrat über die Einführung des Ausweises. Der Bundestag hat die Pläne bereits abgesegnet.

Mit dem Papier will die Bundesregierung auch den Datenaustausch der zuständigen Behörden verbessern. Zunächst ist eine Pilotphase an vier Standorten - neben Heidelberg sind es Berlin, Bielefeld und Zirndorf in Bayern - geplant. Von Mitte Februar an sollen nach und nach bundesweit alle zuständigen Stellen mit der nötigen Soft- und Hardware ausgestattet werden. Ab dem Sommer soll die Ausgabe des Dokuments überall Standard sein.

Bessere Identifizierung

Ziel ist aber vor allem, die Zahl der unregistrierten Asylbewerber zu reduzieren und jederzeit eine Identifizierung möglich zu machen. Auch Mehrfach-Registrierungen sollen verhindert werden.

Ohne den Ankunftsnachweis soll es künftig keine Leistungen und auch kein Asylverfahren mehr geben. Als Basis für die Ausweise dient eine zentrale Datenbank.
Sie enthält neben den Personalien, Fingerabdrücken und Kontaktdaten auch Informationen zum Herkunftsland, zur Gesundheit sowie zur Ausbildung und Qualifikation. Auch die Religionszugehörigkeit wird vermerkt.

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