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Schnee in Teilen Baden-Württembergs Glätte, Blechschäden und Staus

Der erste Schnee in diesem Jahr hat am Montag in Teilen Baden-Württemberg für Probleme auf den Straßen gesorgt. Doch am Dienstag ist es mit der weißen Pracht wohl wieder vorbei.

Durch Schnee und Glätte hat es in Baden-Württemberg vor allem auf der A8 stundenlange Verzögerungen gegeben. Zwischen Ulm und Merklingen (Alb-Donau-Kreis) blockierten am Montag etwa 20 Lastwagen für Stunden beide Fahrspuren in Richtung Stuttgart. Einige versperrten die Strecke für Streufahrzeuge, wie die Polizei mitteilte. Im Osten und Süden des Landes kam es immer wieder zu glättebedingten Unfällen, die jedoch meist glimpflich ausgingen. In der Region um den Feldberg herrschte Schneekettenpflicht.

Mehrere Blechschäden auf glatten Straßen

Im Ostalbkreis sowie im Großraum Ulm gab es mehrere Blechschäden auf glatten Straßen. Auch in der Region um Tuttlingen krachte es wegen des Schneetreibens acht Mal. Eine Autofahrerin kam bei Trossingen (Landkreis Tuttlingen) mit ihrem Fahrzeug von der Straße ab und landete in einem Graben. Sie zog sich laut Polizei leichte Verletzungen zu. Auf einer Bundesstraße in der Nähe von Meßkirch (Landkreis Sigmaringen) kollidierten gegen 3.30 Uhr zwei Lastwagen, einer der Fahrer wurde der Polizei zufolge leicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden von über 20.000 Euro. Während der Arbeiten an der Unfallstelle war die B311 bis gegen 11.30 Uhr voll gesperrt.

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Theresia Blömer

Auf der B311 Ortsumfahrung von Meßkirch sind heute Früh zwei Lastwagen zusammengeprallt. Zur Bergung der Fahrzeuge war die Bundesstraße stundenlang voll gesperrt.

In der Gegend um den Feldberg mussten Autos mit Schneeketten fahren. Nach Angaben der Polizei waren auf dem Schauinsland und dem Feldberg sowie bei Todtnau und Oberried die Schneedecken auf den Straßen geschlossen. Die Unfälle im Schwarzwald hielten sich aber in Grenzen. "Die Leute sind in der Regel gut auf das Wetter vorbereitet", sagte ein Polizeisprecher.

Der Norden von Baden-Württemberg ist vom Wintereinbruch aber weitestgehend verschont geblieben. Laut deutschem Wetterdienst schneite es hauptsächlich im Süden und Osten des Landes.

Stromausfall im Kreis Waldshut

In der Nacht von Sonntag auf Montag waren auch mehrere Bäume im Kreis Waldshut unter der Last von Schnee und Eis zusammengebrochen. Sie stürzten gegen drei Uhr in Freileitungen und sorgten so in 16 Gemeinden für Stromausfall. Betroffen waren unter anderem St. Blasien, Höchenschwand und Häusern. Durch Umschalten auf ein anderes Stromnetz konnten die meisten Haushalte innerhalb kurzer Zeit wieder mit Strom versorgt werden. Nach Angaben des Netzbetreibers Energiedienst blieb der Strom nur bei wenigen Kunden länger als eine Stunde aus. Am Montagmorgen waren dann alle Freileitungen wieder repariert.

Winter bleibt nicht lange

Auch für die Nacht zum Dienstag sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) für den Osten und Südosten Glätte durch überfrierende Nässe voraus. In höheren Lagen kann es aber laut DWD nach wie vor glatt werden. Die Schneefallgrenze steigt am Dienstag auf rund 1.000 Meter an. In den Hochlagen können lokal bis zu zehn Zentimeter Neuschnee fallen. Dazu wird es stürmisch: In den Gipfellagen des Südschwarzwald werden starke bis stürmische Böen bis 70 Kilometer pro Stunde erwartet. Der Norden Baden-Württembergs bleibt hingegen weiter vom Wintereinbruch verschont.

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