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Landtagswahl in BW Wahlhelfer - ein begehrtes Ehrenamt

Rund zwei Monate vor der Landtagswahl am 13. März haben sich bereits viele Wahlhelfer freiwillig gemeldet. In den Großstädten sind nur noch wenige Plätze zu vergeben.

Wahlhelfer sortieren Briefwahlumschläge.

Wenn das Wahllokal schließt, geht die Auszählung los

"Aller Voraussicht nach werden keine Wahlhelfer mehr gesucht", heißt es aus Stuttgart. Mannheim, Ulm und Karlsruhe haben kaum noch freie Plätze für freiwillige Stimmenauszähler, ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Die meisten Wahlhelfer benötigt Stuttgart

Für jedes der 349 Wahllokale in Stuttgart werden sechs Wahlhelfer benötigt. Das sind insgesamt 2.094 Helfer für die Landtagswahl im März. Mehr als die Hälfte der Ehrenamtlichen in diesem Jahr war nach Angaben einer Sprecherin der Stadt schon bei den letzten Europa- und Kommunalwahlen 2014 dabei.

Ulm hat einen festen Bestand an Wahlhelfern, viele von ihnen waren erst Ende November bei der Oberbürgermeisterwahl im Einsatz. Ähnlich ist es in Tübingen: "Wir profitieren auch von einem Aufruf zur Wahlhelfersuche, den wir zur OB-Wahl 2014 gemacht haben, damals hatten sich viele Freiwillige gemeldet", sagte eine Sprecherin der Stadt.

Freiwillige Wahlhelfer bekommen Hilfe

In Ulm werden auch Mitarbeiter der Stadtverwaltung in den Wahllokalen eingesetzt. Rund die Hälfte der Wahlhelfer in Tübingen werden ebenfalls voraussichtlich Mitarbeiter der Stadt sein. Grund sei, dass vor allem die Auszählungen - wie bei Kommunalwahlen in Verbindung mit Europawahlen - immer komplizierter würden und bis Montag nach der Wahl dauerten. Da sei geübte Unterstützung nötig.

Karlsruhe zahlt am besten

Leer müssen die freiwilligen Helfer am Wahlabend nicht ausgehen. Die rund 2.000 Karlsruher Wahlhelfer erhalten die höchste Aufwandsentschädigung unter den Großstädten im Land. Sie richte sich nach den Aufgaben, sagte ein Sprecher der Stadt Karlsruhe. Vorsteher in einem Wahlvorstand bekämen 70, Stellvertreter 60 und Beisitzer 50 Euro. Mannheim und Ulm zahlen ihren Freiwilligen 60 Euro. Die Landeshauptstadt bezahlt für die rund sechs Stunden Arbeitszeit bis zu 55,20 Euro.

Zum Wahlhelfer kann jeder Bürger ab 18 Jahren verpflichtet werden - es sei denn, es sprechen dringende berufliche oder gesundheitliche Gründe dagegen. Allerdings setzen die Kommunen darauf, dass sich genügend Freiwillige melden. Die Helfer prüfen die Wahlberechtigung, haken den Namen der Wähler im Wählerverzeichnis ab, geben die Wahlurne für die Einwurf des Stimmzettels frei und zählen die Stimmen aus.

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