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Kretschmann-Besuch in Meßstetten Land würde LEA gern länger nutzen

Ende des Jahres läuft der Vertrag über die Nutzung einer Kaserne in Meßstetten als Landeserstaufnahmestelle aus. Die Landesregierung würde ihn gern verlängern - doch das ist nicht einfach.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Meßsstetten.

Ministerpräsident Kretschmann (Mitte) bei seinem Besuch in Meßstetten

Winfried Kretschmann (Grüne) sagte bei einer Bürgersprechstunde in Meßstetten am Freitagabend, dass man über den Zeitpunkt der Schließung der Landeserstaufnahmestelle (LEA) eventuell noch einmal verhandeln müsse. Ausschlaggebend sei hierbei, ob die Anzahl der Flüchtlinge weiter so hoch bleibe.

Kretschmann fände es "einfach schade, eine so vorbildliche Einrichtung zu schließen". Es gebe hier weniger Probleme mit den Flüchtlingen als anderswo. Der Betrieb in der ehemaligen Meßstetter Kaserne habe sich mit vielen ehrenamtlichen Helfern eingespielt.

Bürgermeister will Schließung

Ohne Zustimmung von Stadt und Kreis kann das Land allerdings gar nichts machen. Meßstettens Bürgermeister Frank Schroft (CDU) pocht weiter auf die Einhaltung des Vertrags, dem zufolge die LEA am 31.12.2016 geschlossen werden soll. Die Stadt plant, auf dem ehemaligen Kasernen-Gelände Industrie anzusiedeln. Auch der zuständige Landrat betonte vor rund 400 Bürgern noch einmal, den Vertrag nicht verlängern zu wollen.

Geld für Flüchtlinge

Im Gegensatz zu ihrem Bürgermeister können sich viele Meßstetter inzwischen vorstellen, dass die Flüchtlingsunterkunft weiter bestehen bleibt. Mehr als 350 Menschen aus der Stadt und den umliegenden Gemeinden sind dort zurzeit beschäftigt. In diesem Zusammenhang erinnerte auch Kretschmann an den wirtschaftlichen Faktor der LEA für die Stadt. Schließlich bekäme Meßstetten durch die Flüchtlingsunterbringung zusätzliches Geld, da die Stadt Umlagen vom Land für die LEA-Bewohner erhalte.

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