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Konzernumstrukturierung Bilfinger verkauft Wassersparte an Chinesen

Der Mannheimer Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger setzt weiter auf sein Kerngeschäft: Das Unternehmen will die Sparte Wassertechnologie an ein Unternehmen in China verkaufen. Betroffen sind rund 1.600 Mitarbeiter.

Zwei Männer in Bilfinger-Arbeitsklamotten stehen vor einem Werk.

Vom Konzernumbau sind 1.600 Bilfinger-Mitarbeiter betroffen

Käufer sei die chinesische Chengdu Techcent Environment Gruppe. Der Nettoerlös liege bei rund 200 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Samstag in Mannheim mit. Der Vertrag sei unterzeichnet, die Transaktion solle noch im ersten Quartal des Jahres vollzogen werden. Die Kartellbehörden müssten allerdings noch zustimmen.

Bilfinger hatte im vergangenen Jahr einen Umbau des Konzerns angekündigt. Für das Wassergeschäft seien verschiedene Optionen geprüft worden - mit dem Ergebnis, dass ein Verkauf die besten Perspektiven biete, hieß es. Die Division Water Technologies umfasst zum Beispiel Wasseraufbereitungsanlagen und Abwassersysteme und hat nach Unternehmensangaben rund 1.600 Mitarbeiter.

Kaufangebote erhalten

Konzernchef Per Utnegaard hatte Mitte Oktober eine Konzentration auf Industrie- und Immobiliendienste vor allem in Europa angekündigt. Zuvor hatte er bereits das Kraftwerksgeschäft, das Bilfinger zuletzt tief nach unten zog, zum Verkauf gestellt. Der Konzern hatte allerdings auch für Teile des Immobiliensegments, zu dem auch das Wassergeschäft gehört, Kaufangebote erhalten. Diese sollten näher geprüft werden, hieß es damals. Eine eventuell nötige Anpassung der neuen Strategie sei damit nicht verbunden.

Techcent war 2014 bei dem Hamburger Abwassertechnik-Unternehmen CNP Technology Water and Biosolids eingestiegen, wie CNP am Samstag selbst mitteilte. Zur Gruppe mit etwa 1.000 Mitarbeitern gehört diesen Angaben zufolge außerdem ein Abwasseranlagen-Produzent aus den USA.

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