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Wissenschafts-Cluster am KIT gegründet Karlsruhe wird Zentrum für atomaren Rückbau

In Karlsruhe wurde ein Kompetenz-Cluster für nuklearen Rückbau und Entsorgung gegründet. Verschiedene Forschungsinstitute beschäftigen sich dabei mit dem Rückbau atomarer Anlagen.

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1:11 min | Fr, 19.2.2016 | 18:00 Uhr | SWR Fernsehen BW

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Forschungsverbund zu Atomkraftwerken

Bund für den Atom-Rückbau

Fünf Forschungsinstitute aus Baden-Württemberg und der Schweiz bündeln jetzt ihr Wissen für den Rückbau von Atomkraftwerken. Am Freitag schlossen sie sich am Karlsruher KIT zusammen.

Bis zum Jahr 2025 werden rund ein Drittel der 145 europäischen Kernkraftwerke ihr bisher geplantes Laufzeitende erreicht haben. Der kontrollierte Rückbau dieser Anlagen und die sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle ist der Forschungsgegenstand des neuen Wissenschafts-Clusters.

In ihm arbeiten verschiedene Disziplinen unter Federführung des Karlsruher Institutes für Technologie KIT zusammen. Das reicht z.B. vom Maschinenbau und der Verfahrenstechnik über die Geochemie bis hin zu den Sozialwissenschaften. Neben dem KIT sind auch die Duale Hochschule und das Europäische Institut für Transurane aus Karlsruhe beteiligt.

Neue Techniken erforderlich

Eines der wichtigsten Ziele dieses Netzwerkes ist es, durch den Einsatz von Robotern und durch bessere Managementtechniken die Kosten von rund einer Milliarde Euro für den Abbruch eines Kernkraftwerkes deutlich zu reduzieren. Außerdem sollen die heute noch relativ langen Rückbauzeiten verkürzt werden.

Bessere Trennungsmethoden sollen außerdem die hochradioaktiven Abfälle für die Endlagerung verringern. In Baden-Württemberg werden derzeit ein Forschungsreaktor in Karlsruhe und das Kernkraftwerk Obrigheim zurückgebaut. Nach dem in Deutschland beschlossenen Atomausstieg, werden die Atomkraftwerke in Philippsburg und Neckarwestheim folgen.

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