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Atomkraftwerk Neckarwestheim BUND protestiert gegen Castoren auf Neckar

Der Bund für Umwelt und Naturschutz hat Kritik an möglichen Atommülltransporten auf dem Neckar geübt. Einwendungen gegen das Projekt kamen im Landratsamt Heilbronn zur Sprache.

Ein Mitarbeiter des Strahlenschutz steht am 26.08.2014 im Zwischenlager des Kernkraftwerks in Neckarwestheim (Baden-Württemberg) vor zahlreichen Castor-Behälter.

Das Zwischenlager Neckarwestheim - hierher sollen weitere Castoren aus Obrigheim transportiert werden (Archiv)

Die EnBW will Castorbehälter mit abgebrannten Brennelementen aus dem stillgelegten Atommeiler Obrigheim ins Zwischenlager Neckarwestheim transportieren - möglicherweise auf dem Neckar.

Dafür plant das Energieunternehmen den Bau eines speziellen Schiffsanlegers in Neckarwestheim. Zur Umschlaganlage für Atommüll hat im Landratsamt Heilbronn am Mittwoch ein Erörterungstermin stattgefunden.

Umweltschützer befürchten Risiken

10.000 Quadratmeter Wald habe die EnBW am Neckarufer rund um das Kraftwerksgelände schon roden lassen und damit Fakten geschaffen, ohne dass eine Genehmigung für Atomtransporte auf dem Wasser vorliege, so die Kritik des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Die Umweltschützer befürchten erhebliche Risiken für Mensch und Umwelt, sollte der Atommüll auf dem Fluss nach Neckarwestheim gebracht werden.

 Das Kernkraftwerk Neckarwestheim, aufgenommen am 20.03.2014 in Neckarwestheim (Baden-Württemberg).

Das Atomkraftwerk Neckarwestheim (Archiv)

Dabei habe die EnBW noch gar keine Genehmigung für den Transport radioaktiver Brennelemente, und es liege auch keine Umweltverträglichkeitsprüfung vor. Zudem seien keine alternativen Transportwege geprüft worden, so der BUND in einer Mitteilung.

Der BUND fordert die EnBW deshalb auf, die Genehmigung für das bereits vor über zehn Jahren beantragte Zwischenlager in Obrigheim einzufordern. So könne man Castortransporte nach Neckarwestheim vermeiden.

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