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Gefahren beim Skifahren "Helm und Protektoren sind unerlässlich"

Tödliche Skiunfälle wie der am Wochenende auf dem Feldberg sind extrem selten. An der Uni München wird untersucht wie sie passieren können und vor allem, wie man sich schützen kann.

Ein Mann stürtz beim Ski fahren

Ein guter Schutz kann lebensrettend sein (Symbolbild)

Dass zwei Skiläufer zusammenstoßen und dabei beide ums Leben kommen, gebe es fast nie, sagte Stefanie Lochner vom rechtsmedizinische Institut der Uni München dem SWR: "Der Großteil der Unfälle, die auf Pisten passieren, sind selbstverschuldet. Und nur ein ganz geringer Anteil erfolgt aufgrund einer Kollision. Wobei diese Kollision nicht zwingend ein weiterer Skifahrer sein muss, sondern ebenso ein Gegenstand wie ein Baum oder ein Liftmast sein kann."

Dennoch gibt es diese Unfälle, bei denen Skifahrer zusammenprallen. So wie etwa bei dem Unfall des damaligen Ministerpräsidenten Thüringens, Dieter Althaus (CDU), der 2009 mit einer anderen Skifahrerin zusammenstieß. Sie war später an ihren Verletzungen gestorben. Wie häufig solche oder selbstverschuldete Unfälle in Deutschland vorkommen, ist bisher allerdings unklar.

Keine zentrale Unfallerfassung in Deutschland

"In Deutschland fehlt nach wie vor eine zentrale Institution, die alle Todesfälle, die auf den Pisten passieren - sei es von Skifahrern oder Snowboardern - statistisch erfasst", erklärt Lochner. Dieser Umstand hat der Diplom-Biologin ihre Untersuchung besonders schwer gemacht.

Manche Vereine und Versicherungen erfassten zwar Skiunfälle, aber nur die der eigenen Mitglieder. Eine zentrale Sammlung gebe es nicht. Andere Länder wie etwa Österreich speicherten diese Daten dagegen sehr wohl. Gerade die Analyse von solchen Verletzungen sei wichtig, um einen Unfallhergang aber auch die Wirkung von Schutzsystemen rekonstruieren sowie beurteilen zu können, so Lochner.

Für den Schutz "unerlässlich": Helm und Protektoren

Von den Schutzsystemen hänge viel ab: "Nach wie vor sind Kopfverletzungen die häufigste Todesursache bei Pistenunfällen, gleich gefolgt von Brustkorbverletzungen. Das heißt, Schutzsysteme wie Helm und Protektoren sind meiner Meinung nach unerlässlich."

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