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Galerie der Ministerpräsidenten von BW Oettinger-Portrait mit Einschussloch

Ein Portrait des früheren Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Günther Oettinger (CDU), hängt jetzt in der "Ahnengalerie" des Landes. Das Ölgemälde hat ein Einschussloch.

Porträt von Oettinger in Villa Reitzenstein

Gemaltes Einschussloch im Krimi-Stil

Das Gemälde des heutigen EU-Kommissars stammt von der Künstlerin Anke Doberauer aus Bad Homburg. Es zeigt den ehemaligen Ministerpräsidenten mit ernstem und entschlossenem Gesichtsausdruck - im Stehen vor türkisfarbenem Hintergrund. Auffällig ist das gemalte Einschussloch links oben im Bild. "Man ist auch Zielscheibe, man ist auch angreifbar", so die Künstlerin.

"Tatort Baden-Württemberg"

Oettinger nannte das Gemälde "Tatort Baden-Württemberg". "Knapp daneben, gesundgeblieben, aber doch angreifbar gewesen." Einen realen Hintergrund habe der Schuss aber nicht, so Oettinger. "Ich will garantieren, dass es weder einer meiner Vorgänger, noch einer meiner Nachfolger gewesen war. Soweit bitte keine weiteren Untersuchungen. Auch keine Pegida-Behauptungen, dass es Flüchtlinge sind", so Oettinger. "Ich glaube, es ist einfach eine sinnbildliche Darstellung, dass in der Politik auch scharf geschossen wird."

Die Galerie der Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg befindet sich in der Villa Reitzenstein, dem Amtssitz des baden-württembergischen Staatsministeriums. Dort hängt Oettinger nun direkt neben Erwin Teufel, den er im April 2005 abgelöst hat. Teufel ist ebenfalls im Stehen zu sehen, aber von der Seite und mit ausgestreckter Hand portraitiert. Teufels drei Vorgänger sind: Kurt Georg Kiesinger (CDU) sehr klassisch, Hans Filbinger (CDU) im Stil des expressiven Realismus und Lothar Späth (CDU) fotorealistisch mit in der Tischplatte spiegelnden Händen.

"Höchst respektabler Platz"

Oettingers Nach-Nachfolger Winfried Kretschmann (Grüne) sagte, Oettinger nehme als siebter Ministerpräsident einen "höchst respektablen Platz" ein, habe etwa mit der Schuldenbremse für die Länder im Grundgesetz eine "historische Leistung" vollbracht. Sehr gerne werde er irgendwann mal friedlich vereint und Jahrzehnte lang nah neben ihm in der Villa "rumhängen" - "schätzungsweise aber frühestens 2021", betonte Kretschmann mit Blick auf die nahende Landtagswahl.

Bis Februar 2010 führte Oettinger in Stuttgart eine schwarz-gelbe Koalition und ging dann als EU-Kommissar nach Brüssel. Oettinger und Kretschmann verbindet landespolitisch der Versuch einer schwarz-grünen Koalition, aus der aber nichts wurde. Kretschmann mit Augenzwinkern: "Der es verhindert hat, wird dann mal zwischen uns hängen." Er meinte Stefan Mappus (CDU), dessen Porträt laut Staatsministerium für die nächsten Jahre ebenfalls zugesagt sei.

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