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Böse Überraschung in der Ostschweiz Gemeinde fällt auf Neonazis rein

5.000 Rechtsextreme trafen sich in der Nacht auf Sonntag zu einem Neonazi-Konzert. Sie kamen aus Deutschland, den Niederlanden und Russland. Der Gemeindepräsident fühlt sich geleimt.

Die Großaufnahme von Springerstiefeln.

Neonazis in Unterwasser. (Symbolbild)

Rolf Züllig, der Gemeindepräsident von Wildwasser-Alt St. Johann im Toggenburg, fühlt sich hinters Licht geführt. Wie er dem SWR sagte, habe der Veranstalter im Vorfeld angegeben, ein Konzert mit fünf bis sechs Schweizer Nachwuchs-Bands für rund 600 Zuschauer zu organisieren. Am Samstagnachmittag hätten ihn dann Einwohner informiert, dass es viele Rechtsextreme im Dorf gebe.

"Stahlgewitter" und "Exzess"

Die rund 5.000 Besucher seien überwiegend mit Bussen angereist, sie hätten ein eindeutiges Erscheinungsbild gehabt. Beim Konzert in der Eventhalle von Unterwasser seien Neonazi-Bands wie „Stahlgewitter", „Frontalkraft" und „Exzess" aufgetreten. Die Veranstaltung sei ohne Randale zu Ende gegangen. Die Staatsanwaltschaft müsse nun prüfen, ob gegen den Veranstalter eine Strafanzeige möglich ist.

Ursprünglich hätte das Konzert wahrscheinlich in Süddeutschland stattfinden sollen. Auf dem Einladungsprospekt steht, die Konzertbesucher sollten den Personalausweis bereithalten, sich im Raum Ulm aufhalten und dort auf Anweisungen warten, wohin sie fahren sollten. Das Konzert fand in Unterwasser im Toggenburg statt.

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