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Hochwasser nutzt Bodenseefischern Satte Fische, volle Netze

Die Berufsfischer am Bodensee profitieren derzeit vom Hochwasser. Sie kämpfen seit Jahren mit drastisch sinkenden Fangerträgen. Doch die Entspannung wird nicht anhalten.

Bodenseefelchen

So viele Felchen sind schon lange nicht mehr in den Netzen (Archivbild)

Der hohe Wasserstand von aktuell 5,07 Meter am Pegel Konstanz bringt den Fischern seit langem wieder mehr Fang in die Netze. Der Grund: Die Felchen und anderen Bodenseefische haben mehr zu fressen. Zum einen gelangen Pflanzenreste aus den überschwemmten Uferbereichen ins Flachwasser. Außerdem spülen auch die Flüsse mehr Plankton und andere Nährstoffe in den Bodensee.

Einmal satt und schon im Netz

Es mache sich deutlich bemerkbar, dass die Felchen derzeit satt gefressen seien, sagte der Obmann der St. Galler Berufsfischer, Gallus Baumgartner, gegenüber dem SWR. Dadurch blieben viele Fische, die mit leeren Mägen durch die Maschen schlüpften, jetzt hängen.

Ende ist in Sicht

Die Entspannung der seit Jahren stark rückläufigen Fangerträge am Bodensee dürfte aber mit sinkenden Pegeln schnell vorbei sein. Im vergangenen Jahr hatten die rund 100 Berufsfischer so wenig in den Netzen wie seit fast 100 Jahren nicht.

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