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Fischfang am Bodensee Schlechteste Saison seit 100 Jahren

Die Berufsfischer am Bodensee haben 2015 rund 40 Prozent weniger Fisch aus dem See gezogen als im Vorjahr. So schlecht waren die Fänge in den letzten rund 100 Jahren nicht.

Drei Männer beugen sich über einen Bootsrand und holen ein Netz ein.

Am Bodensee gibt es laut IBKF 106 Berufsfischer und rund 13.000 Angelfischer.

Im vergangenen Jahr haben die Berufsfischer rund 261 Tonnen Fisch aus dem Bodensee geholt, erklärt die Internationale Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF). Damit war 2015 das schlechteste Fangjahr seit 1917. Es wurden weniger Felchen gefangen, und auch die Erträge bei den Seesaiblingen sowie Barschen sind deutlich zurückgegangen. Nur bei der Fischart Hecht gab es eine Steigerung des Ertrags.

Stichling frisst Larven

Eine weitere Entwicklung macht den Fischern Sorgen: Der Dreistachlige Stichling vermehrt sich explosionsartig. Außerhalb des Uferbereichs macht der eingewanderte Fisch mittlerweile 80 Prozent des gesamten Fischbestands aus. Und der Stichling frisst die Larven von Felchen und Barschen. Einen Teil des extrem schwachen Fangjahrs führt die Fischereiforschungsstelle Langenargen auf den Stichling zurück und hat jetzt ein dreijähriges Untersuchungsprojekt gestartet.

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