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Defekt in Hotelheizung Kohlenmonoxid strömt aus - 19 Verletzte

In einem Hotel in Calw im Nordschwarzwald ist Kohlenmonoxid ausgetreten. 19 Menschen erlitten eine Vergiftung und mussten ins Krankenhaus. Das Gebäude wurde vorübergehend geräumt.

Feuerwehrleute vor dem Hotel

Die Calwer Feuerwehr im Einsatz vor dem Hotel

Das geruchlose Gas war am Montagabend vermutlich aufgrund eines technischen Defekts im Blockheizkraftwerk in das Gebäude geströmt, wie die Feuerwehr mitteilte. Drei Menschen waren bewusstlos, 16 weitere wurden mit mittleren und leichten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Neun dieser Verletzten konnten nach ambulanter Versorgung wieder entlassen werden.

Der Notfall war den Rettungskräften gemeldet worden, als ein Hotelgast in der Sauna das Bewusstsein verlor. Daraufhin war ein Notarzt am Einsatzort eingetroffen, dessen Gaswarngerät sogleich Alarm gab.

Notarzt vor einem Zelt

Rettungskräfte versorgten die Verletzten

Die Feuerwehr evakuierte das Hotel im Calwer Stadtteil Hirsau und durchsuchte auch ein Nachbargebäude sowie eine Tiefgarage mit Atemschutzgeräten, wie die Beamten am Dienstag mitteilten. Das ausgetretene Kohlenmonoxid wurde von der Feuerwehr im gesamten Gebäude in hohen Konzentrationen gemessen.

Die Zimmer wurden mit Überdrucklüftern vom Gas befreit und von der Feuerwehr nach rund vier Stunden wieder freigegeben. Das Hotel sei schon wieder bewohnt, sagte ein Sprecher der Polizei in Karlsruhe. Was den Defekt in dem Blockheizkraftwerk ausgelöst hatte, war zunächst nicht bekannt.

Blockheizkraftwerke erzeugen aus verschiedenen Energieträgern wie beispielsweise Gas oder Heizöl gleichzeitig Strom und Wärme und versorgen Gebäude damit.

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