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BW-Kassenärzte setzen Termin-Gesetz um Schneller ins Facharzt-Wartezimmer

Eine neue Servicestelle soll Kassenpatienten in Baden-Württemberg schneller einen Termin beim Facharzt verschaffen. Doch grundsätzliche Probleme bei der Ärzteversorgung löst das wohl nicht.

 ARCHIV - "Wartezimmer" ist auf einer Tür eines leeren Wartezimmers zu lesen.

Patienten soll nicht mehr so lange auf den Arzt warten müssen (Symbolbild)

Die Große Koalition in Berlin hat mit dem "Versorgungstärkungsgesetz" vorgegeben, langen Wartezeiten auf einen Facharzttermin ein Ende zu setzen. Die Kassenärzte in Baden-Württemberg setzen das Gesetz nun um. Ab Montag kümmert sich eine Terminservicestelle darum, dass Patienten einen Facharzttermin bekommen.

In dringenden Fällen bekommen Patienten einen zwölfstelligen Code aus Zahlen und Buchstaben. Damit gibt es bei der Terminservicestelle innerhalb von vier Wochen einen Termin bei einem Facharzt in einem Umkreis von bis zu 30 Fahrminuten - allerdings ohne Arzt-Wahlmöglichkeit.

Ärzte kritisieren neue Regelung

Die Ärzte melden freie Termine online bei der Kassenärztlichen Vereinigung, die vier Arbeitsplätze für Servicestelle geschaffen hat. Gerne machen das die Ärzte nicht, das wurde am Donnerstag bei der der Vorstellung der neuen Struktur durch die Kassenärztliche Vereinigung in Stuttgart deutlich. An den Ursachen für den Ärztemangel würde sich dadurch nichts ändern. Mehr Termine gebe es durch diesen Telefonservice nicht. Die Termine für andere Patienten würden nur verschoben. Es müsse stattdessen mehr Ärzte geben - aber das sei vom Gesetzgeber nicht gewollt.

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