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BW-Bilanz der Wohnungseinbrüche 2015 Weniger Einbrüche, mehr Täter geschnappt

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Baden-Württemberg ist 2015 um knapp zehn Prozent zurückgegangen. Bei der Vorlage der Jahresbilanz sah Innenminister Gall aber auch "besorgniserregende" Fakten.

Ein Einbrecher steht mit einem Stemmeisen vor einem Haus

Trendwende bei Einbruchsdelikten (Symbolbild)

Nach Jahren zweistelliger Zuwächse in der Einbruchskriminalität konnte Innenminister Reinhold Gall (SPD) am Donnerstag Positives berichten: "Die Trendumkehr ist geschafft." Die Zahl der Wohnungseinbrüche ging 2015 nach seinen Angaben um knapp zehn Prozent auf 12.255 Fälle (2014: 13.483) zurück. Die Aufklärungsquote dagegen konnte um mehr als drei Prozentpunkte auf 17,3 Prozent (2014: 14,0 Prozent) gesteigert werden.

Zum Hintergrund der Statistik muss man wissen, dass bei den Zahlen der Wohnungseinbrüche auch die Versuche mitgezählt werden. Auch hierbei gab es 2015 eine positive Entwicklung: Der Anteil der versuchten und also nicht geglückten Einbrüche ist gestiegen auf 44,1 Prozent (2014: 42,9). Das mache deutlich, dass technische Maßnahmen zum Schutz vor Einbruch und aufmerksame Nachbarn sehr wirksam seien, hieß es. Die Zahl der Bürgerberatungen dazu, wie man Fenster und Türen technisch sicherer macht, habe die Polizei im vergangenen Jahr nochmals um rund 25 Prozent steigen können.



Als Erfolg wertete der Minister auch die aktuellen Schwerpunktaktionen zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität. Bei drei Großfahndungstagen innerhalb einer Woche seien 34 Personen vorläufig festgenommen und mehr als 100 Straftaten aufgedeckt worden.

Gall: "Besorgniserregende" Analyse der Tatverdächtigen

Als "besorgniserregend" bezeichnete Gall jedoch die Analyse der ermittelten 1.203 Tatverdächtigen. "Mehr als 55 Prozent davon sind Nichtdeutsche", teilte der Minister mit. Auch 230 Asylbewerber seien darunter. Gall sprach in diesem Zusammenhang von "angeblichen Flüchtlingen" insbesondere aus Georgien, deren Asylverfahren meist mit der Ablehnung endeten, die aber in der Zeit des Verfahrens für Delikte wie Einbrüche und Ladendiebstähle nutzten. "Nach solchen Straftaten muss der Aufenthalt dieser angeblichen Flüchtlinge möglichst rasch beendet werden", betonte Gall.


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