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Brennstoffzellentechnologie in Neckarsulm Audi soll für ganzen VW-Konzern forschen

Im internen Konkurrenzkampf im VW-Konzern um einen alternativen Autoantrieb hat der Audi-Standort Neckarsulm das Rennen gemacht. Das hat die Deutsche Presseagentur aus Konzernkreisen erfahren.

Das Logo von Audi und eine Brennstoffzelle für ein Auto.

Audi in Neckarsulm soll für den ganzen VW-Konzern die Brennstoffzellentechnik erforschen (Bildmontage)

Die Brennstoffzellen-Technologie gilt als ein Schlüssel zur Mobilität der Zukunft. Toyota ist bei dem Thema schon weit und Volkswagen will nicht abgehängt werden. Die Konzerntöchter Audi und VW-Pkw haben beide Interesse daran, zu dieser Antriebstechnik zu forschen. Dabei wird aus Wasserstoff Energie für eine Antriebsbatterie gewonnen.

Nach Angaben der Deutschen Presseagentur (dpa) hat der VW-Vorstand beschlossen, dass Audi in Neckarsulm die Brennstoffzellenforschung federführend im ganzen Konzern vorantreiben soll.

Bereits Brennstoffzellenentwicklung in Neckarsulm

Audi hat an dem Standort bereits einen Brennstoffzellen-Schwerpunkt mit rund 1.750 Mitarbeitern in der technischen Entwicklung: Sie arbeiten für die Quattro GmbH, die Brennstoffzellentechnologie, den Leichtbau, entwickeln Benzin-, Diesel-, Sport- und Sondermotoren oder kümmern sich um die Zukunft der Innenausstattungen im Auto. Ein zentrales Projekt zur Brennstoffzelle ist der A7 Sportback H-Tron Quattro. Der Wagen erreicht Tempo 100 in 7,9 Sekunden, fährt in der Spitze Tempo 200 und schafft den Angaben zufolge mit einer Wasserstofftank-Füllung mehr als 500 Kilometer.

VW-Standort Salzgitter geht leer aus

Unter der Entscheidung dürfte der VW-Standort Salzgitter leiden. Das Motorenwerk arbeitet seit fast 20 Jahren an der Brennstoffzelle. Der VW-Betriebsrat fürchtet für Salzgitter daher langfristig ein "massives Beschäftigungsproblem".

Der VW-Konzern ist seit der Diesel-Krise umso mehr im Sparmodus. Vieles steht auf dem Prüfstand, einzelne Marken und Verkaufsregionen sollen mehr Eigenständigkeit erlangen. Zudem will der Vorstand Doppelzuständigkeiten abschaffen, wo sie unnötig erscheinen.

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