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Angela Merkel am Bodensee Appell an die Geschlossenheit

Viel Lob für CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf, wenig Neues in der Flüchtlingspolitik: Bundeskanzlerin Merkel hat ihrem Parteikollegen am Montag kräftig Schützenhilfe im Wahlkampf geleistet.

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1:29 min | Mo, 15.2.2016 | 19:30 Uhr | SWR Fernsehen BW

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Merkel im Wahlkampf für die CDU

Gemeinsam zum Wahlerfolg?

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Montag zur Wahlkampfunterstützung nach Baden-Württemberg gekommen. Seit der Flüchtlingskrise ist nicht jeder Christdemokrat mehr glücklich darüber.

Wolf sei ein Takt- und Ideengeber, sagte Angela Merkel (CDU) am Montag bei einer CDU-Veranstaltung in Weingarten (Kreis Ravensburg). Es sei wichtig, dass in Baden-Württemberg die Weichen für die nächsten Jahre richtig gestellt würden - beispielsweise in der Bildungspolitik.

Klare Worte zur Grenzsicherung

Vor allem aber die Flüchtlingspolitik war Schwerpunkt der halbstündigen Rede Merkels. Dabei betonte sie erneut, dass es wichtig sei, die Fluchtursachen zu bekämpfen, um den Zustrom von Asylbewerbern dauerhaft zu verringern. Zudem setze sie auf Gespräche mit der Türkei, um die EU-Außengrenzen zu schützen. "Es entscheidet sich nicht an der Grenze Deutschlands zu Österreich. Es entscheidet sich an den EU-Außengrenzen, auf offener See. Dort müssen wir ansetzen und Schleppern das Handwerk legen", so Merkel. Dies könne Europa nur gemeinsam gelingen.

In der Weingartener Kongresshalle erntete Merkel langanhaltenden Applaus - vor der Veranstaltungshalle war die Bundeskanzlerin dagegen von zahlreichen Passanten mit "Buh"- und "Pfui"-Rufen empfangen worden.

Signal von der Landtagswahl auch für den Bund

Von Weingarten ging Merkels Reise am Montagabend weiter nach Radolfzell (Kreis Konstanz). Dort rief sie ihre Partei zur Geschlossenheit auf. Ihre Partei könne durch ein starkes und gemeinsames Bild die Wähler überzeugen, sagte die Kanzlerin. Dies schließe unterschiedliche Meinungen in einzelnen Sachfragen nicht aus. Wichtig sei aber,
gemeinsam als Partei in den Wahlkampf zu ziehen. Die Wahl in Baden-Württemberg am 13. März nannte Merkel entscheidend auch für die Bundespolitik. Die CDU auf Bundesebene brauche eine starke Südwest-CDU, die Bundesregierung eine von der CDU geführte Landesregierung.

Merkel wurde in Radolfzell freundlich empfangen. Nach Angaben der Partei kamen rund 1.400 Zuhörer in die Halle, mehrere hundert Menschen warteten vor der Halle vergeblich auf Einlass. Auch in Radolfzell standen mehrere hundert Gegendemonstranten vor der Halle und übten Kritik an Merkels Flüchtlingspolitik. Nach Angaben der Polizei verliefen die Protestaktionen friedlich.

Weitere Auftritte im Land geplant

Merkel plant in den kommenden Wochen weitere Auftritte in Baden-Württemberg. Unter anderem will sie nach Aalen, Freiburg und Nürtingen kommen. Auch beim Landesparteitag der CDU Baden-Württemberg am 4. März in Ettlingen bei Karlsruhe wird Merkel erwartet.

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